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Abu Dharr (r) fragte einst den Propheten Muhammad (ص): “Oh Botschafter
Gottes, was ist gheebah?” Er antwortete: “Es ist, über seinen Bruder das
zu sagen, was dieser verabscheut.” Abu Dharr (r) sagte dann: “Oh
Botschafter Gottes, was, wenn das was man über ihn sagt, tatsächlich in
ihm ist?” Er (ص) antwortete: „Wisse, dass wenn Du erwähnst, was in
ihm ist, dann hast Du
gheebah (Lästerei) begangen und wenn Du erwähnst, was nicht in ihm ist,
hast Du ihn verleumdet." "… Und führt nicht üble Nachrede übereinander. Möchte denn einer von euch das Fleisch seines Bruders, wenn er tot ist, essen? Es wäre euch doch zuwider." (Qur'an 49:12) Der Prophet Muhammad (ص) sagte einst zu Imam ‘Ali (ع): „O ‘Ali! Sollte jemand hören, wie in seiner Anwesenheit über seinen Muslimbruder gelästert wird, ohne zu dessen Verteidigung zu eilen, obwohl es ihm möglich wäre, wird er von Gott im Diesseits und im Jenseits gedemütigt." [Al-Hurr al-`Amili, Wasa'il al-Shi`ah, Band 8, Tradition Nr. 16336] Das Verbot, Lästern anzuhören Ebenso, wie Lästern verboten ist, so ist es auch das Zuhören. Tatsächlich, wie einige Traditionen anzeigen, ist der Zuhörer gleich dem Lästerer – mit all den bösartigen Auswirkungen. Dies ist so sehr der Fall, dass seine Handlung eine schwerwiegende Sünde darstellt, die die Verpflichtung mit sich bringt, Vergebung durch das Opfer zu erwirken.
Der Prophet (ع) sagte: „Der
Zuhörer ist einer der beiden Lästerer.“
Imam as-Sadiq (ع) erzählte von dem edlen Botschafter (ص), von dem einst
gesagt wurde, dass er sowohl Lästern als auch demselben zuzuhören
verboten hat. Dann sagte er (ص): „Seht, wer immer seinem Bruder einen
Gefallen tut, indem er Lästerei widerlegt, sobald er sie in einer
Versammlung hört, den wird Gott vor tausend verschiedenen Arten von
Übeln dieser Welt und des Jenseits schützen. Und wenn er es nicht tut,
obwohl es ihm möglich gewesen wäre es zu widerlegen, auf dem soll die
Last wie von jemandem liegen, der sein Lästern siebzig mal begeht.“
Zu den eher subtilen Formen des Lästerns gehört das faszinierte Zuhören.
Solch eine Person drückt ihre Faszination aus, um den Lästerer in seinen
Beschreibungen lebhafter werden zu lassen. Seine Faszination ermutigt
den Letzteren noch in seiner bösartigen Handlung. Beispielsweise wird er
sagen „Seltsam“, oder „Astaghfirullah!” (Ich bitte Gott um Verzeihung).
Oder er sagt vielleicht, „Das wusste ich nicht!“, oder „Ich wusste
nicht, dass er so etwas tun würde!“. Diese Worte dienen dazu, den
Lästerer zu bestätigen und ihn zu ermutigen, noch etwas hinzuzufügen.
Dieses Verhalten ist in Wirklichkeit des Teufels List. Sicherlich ist
die Unterstützung des Lästerns auch Lästern; ebenso wie das Zuhören oder
sogar nur zu schweigen, während man es hört. Ist Lästern jemals erlaubt? Es gibt sehr wenige Situation, in denen es erlaubt ist, über die Schwächen anderer Personen zu sprechen. Man muss sehr vorsichtig sein, das Bestehen dieser Ausnahmen nicht bis hin zur Sünde ausufern zu lassen. Einige dieser Situationen sind:
Folgen des Lästerns
Der Prophet (ص) erteilte Abu Dharr (r) einst Rat, indem er sagte: “Oh
Abu Dharr! Hüte Dich vor dem Lästern, denn
Lästern ist schwerwiegender, als der Ehebruch (zina’).“
Abu Dharr (r) sagte: „Wieso ist das so, Oh Botschafter Gottes?“
Er (ص) antwortete: „Dies ist so, weil, wenn ein Mann Ehebruch begeht
und dann aufrichtig vor Gott bereut, dann akzeptiert Gott diese Reue.
Wie auch immer, Lästern wird nicht vergeben, bevor es nicht das Opfer
vergeben hat."
Der edle Botschafter (ص) sagte: „Wer auch immer über einen Muslim
lästert,
verdirbt sein Fasten und verliert seine Wudu (Vorwaschung), und am Tage
der Auferstehung wird der Gestank aus seinem Mund stärker verwest sein,
als ein Kadaver und er wird die, die sich mit ihm in dieser Station (mawqif)
befinden, belasten. Sollte er sterben, bevor er bereut hat, ist sein Tod
wie der Tod von jemandem, der als erlaubt betrachtet, was Gott, der
Gepriesene und Glorreiche, verboten hat.“
Imam as-Sadiq (ع) erzählte von dem Propheten (ص), der sagte: „Oh,
Ihr, die Ihr den Islam mit der Zunge angenommen habt, in deren Herzen
der feste Glaube noch nicht eingekehrt ist, seid gegenüber den Muslimen
nicht herabschätzend und sucht bei ihnen nicht nach ihren Fehlern.
Wahrlich, Gott wird die Fehler dessen hervorbringen, der nach den ihren
sucht; Und
jemand, dessen Fehler Gott hervorbringt, der wird erniedrigt, sogar in
seinem eigenen Hause.“
Imam as-Sadiq (ع) erzählte von dem Propheten (ص) der sagte: „Der
Schaden, der der Glaubenstreue eines Gläubigen durch Lästern zugefügt
wird, ist geschwinder, als der, der durch
aklah (eine Krankheit, die das Fleisch aufzehrt) in der Seite seines
Körpers hervorgerufen wird.“
Wenn Lästern Eingang findet in unser Verhalten, hinterlässt es schädliche Konsequenzen für die Seele. Eine ist die Kultivierung von Feindschaft und Hass gegen das Opfer, die nach und nach steigt. Zum Zeitpunkt des Todes, wenn die Schleier des Engelreiches (al-malakut) gelüftet werden, ist es möglich, dass der Lästerer Zeuge des hohen Status seiner Opfer vor Gott und der Ehren und des Segens der ihnen von Seiten des allmächtigen Herren zuteil wurde, wird. Der Hass des Lästerers und die Feindseligkeit gegenüber dieser Person kann dazu führen, dass er Gott den Allmächtigen hasst! So wird er dann diese Welt mit Feindseligkeit gegen Gott in seinem Herzen verlassen, und sich in ewigwährendes Elend begeben. Die Heilung dieser Krankheit Sollte sich jemand, Gott bewahre, dieses hässlichen Verhaltens schuldig gemacht haben, muss er oder sie dieses Laster auslöschen und die Wurzeln der Ehrlichkeit, Einheit und Solidarität in seinem oder ihrem Herzen entfachen, indem er oder sie folgende Schritte vollführt:
Ergebnis: Der Prophet (ص) sagte: "Kein Feuer ist schneller in der Vertilgung trockenen Holzes, als gheebah in der Vertilgung der Tugenden eines ihr Ergebenen. [Al-Mahajjat albayda', Band 5, S. 264] Quelle: www.al-islam.org |
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