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Kleiner Überblick über die Geschichte der Trauerzeremonien für Sayyid ul-Schuhada'

Das Heldenepos zu Kerbela ist das größte und
schmerzlichste Ereignis in der Geschichte und auch noch nach 1400 Jahren
weiterhin gegenwärtig.
Auch noch nach 14 Jahrhunderten wird dieses Ereignis beweint und laut
beklagt. In diesem Beitrag möchten wir den Verlauf der Geschichte der
Trauerzeremonien für die Märtyrer von Kerbela betrachten.
Am 11. Tag des Monats Muharram im Jahre 61 nach der Hidschra (ca. 680 n.
Chr.) fanden quasi die ersten Trauerzeremonien neben den heiligen
Leichnamen der Märtyrer durch die Ahl-ul-Bayt (ع) statt.
Nachdem die Karawane mit den Gefangenen in Kufa eintraf, haben Imam
Zayn-ul-Abedin und die geehrte Zaynab und Umme Kulthum (gegrüßet seien
sie) vor der Bevölkerung von Kufa, die hergekommen war, um den
Gefangenenzug zu sehen, gesprochen. Nach ihren Ansprachen war in den
Häusern von Kufa lautes Weinen zu hören: Die Menschen in Kufa weinten.
Es war also eine Art Trauern um die Märtyrer und eine Aufklärung über
die Umayyaden.
Als die Gefangenenkarawane in Schaam (Damaskus) eingetroffen war und
nachdem Imam Sadschad (ع) dort in der Öffentlichkeit eine Rede gehalten
hatte, erlaubte Yazid den Hinterbliebenen Imam Hussains
Trauerzeremonien. Die Ahl-ul-Bayt Imam Hussains trauerten offiziell drei
Tage lang in Schaam. (1) Nach der Ansprache und den darauffolgenden
Trauern ereignete sich eine große geistige Revolution in Schaam und fast
die ganze Bevölkerung verlor das Vertrauen in die Regierung.
Die nächsten Trauerzeremonien fanden in Medina statt. Nachdem die Ahl-ul-Bayt
in Medina eingetroffen waren, kam es zu allgemeinen Trauerzeremonien und
die ganze Bevölkerung von Medina weinte und wehklagte. Verschiedene
bekannte Persönlichkeiten bildeten Trauerzirkel. Zu denen, die in Medina
Trauersitzungen einberiefen, gehörte die geehrte Zaynab (ع). Diese
Trauerzeremonien brachten Medina einer Explosion und einer allgemeinen
Bewegung nahe. Umar Ibn Saad berichtete Yazid von diesen Ereignissen und
gab bekannt: „Nachweislich bedeutet die Gegenwart von Zaynab al-Kubra
(ع) in Medina eine geistige Anfeuerung, weil sie redegewandt und klug
ist. Sie und diejenigen, die sie unterstützen, wollen sich zur
Vergeltung von Hussain erheben." (2) Schließlich wurde die
ehrwürdige Zaynab nach Schaam oder auch nach Ägypten verbannt und verschied dort.
Nach dem Märtyrertod von Imam Hussain (ع) haben die darauffolgenden
Imame selber Trauerzeremonien in die Wege geleitet und die Freunde des
Prophetenhauses zum Trauern und Weinen und zur Veranstaltung von
Trauerzeremonien aufgerufen.
Anfangs wurden die Trauerzeremonien in den Muharramtagen und in den
Tagen für den Pilgerbesuch Imam Hussains (ع) in Kerbala und an anderen
Orten begangen, wie zum Beispiel am 15. Scha`aban, am Arafah-Tag, am
Abend zum Fitr-Fest und am Ersten des Monats Radschab und weiteren
Tagen.(3) Aber ab Beginn des dritten Jahrhunderts (9. Jahrhundert n.
Chr.) gelangten die Trauerveranstaltungen auf einen neuen Stand. In der
vorliegenden Betrachtung möchten wir nun näher darauf eingehen.
Im 3. bis 5 Jahrhundert fand gleichzeitig mit der Machtübernahme der Buyiden in Irak, der Hamdaniden in Syrien und der Fatimiden in Ägypten
der schiitische Glauben größere Verbreitung und die Trauerfeiern wurden
ausgedehnt. In vielen Städten war Aschura-Tag ein offizieller Trauertag,
an dem die Arbeit niedergelegt wurde.
Im Monat Muharram des Jahres 252 (ca. 866 n. Chr.) ordnete Mu'izud
Dowlah Dailami an, dass die Geschäftsläden zu schließen seien, allgemein
die Arbeit niedergelegt wird und die Bevölkerung Trauerzeremonien
begehen soll. Die Menschen bildeten Trauerprozessionen auf den Straßen.
(4) Auf diese Weise wurde die allgemeine Trauer unter den Schiiten zu
einem Brauch. In dieser Ära wurden panegyrische Gedichte in „Qasideh"-Form
verfasst. In ihnen wurden das Unrecht, welches die Umayyaden und die
Abbasiden begangen hatten und der hohe Rang der Edlen aus dem Hause des
Propheten (gegrüßet seien sie) beschrieben. Die Menschen richteten bei
ihren Trauerzeremonien und die Dichter in ihren Elegien das größte
Augenmerk auf die Welayat (die Statthalterschaft) der Ahl-ul-Bayt (ع).
In dieser Zeit entstanden auch Bücher in Prosa und Poesie über den Mord
in Kerbala - „Maqtal"-Bücher genannt.
In jener Ära war es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Schiiten
und Sunniten gekommen und die Herrscher, welche Anhänger der Umayyaden
oder Abbasiden waren, spornten die Sunniten zum Mord an den Schiiten an
und verbaten die Durchführung von Trauerzeremonien.
Im Jahre 407 nach der Hidschra befahl Muiz Ibn Badis in Afrika im Monat
Muharram seinen Heeresscharen, die Schiiten zu töten und ließ den
Sunniten ebenso freie Hand. Eine große Zahl von Menschen wurden in
Afrika umgebracht. Sie wurden ins Feuer geworfen und verbrannt und ihre
Häuser wurden zerstört. Einige flüchteten in den Palast von Mansur, aber
sie wurden umzingelt und jeder, der den Palast verließ, fand den Tod.
Eine andere Schar flüchtete in die Hauptmoschee. Sie wurden dort alle
ermordet (5). Aber dennoch fanden in dieser Epoche die Trauern für die
Imame vollständig Verbreitung.
Typische Merkmale für die damalige Kultur des Trauerns und der
Erinnerung an Kerbela waren: Erstens: Trauerzeremonien an Aschura-Tagen
und zur Pilgerzeit; zweitens: Hervorhebung der Ahl-ul-Bayt (ع) als die
Familie des Propheten und Hervorhebung der unrechtmäßigen Aneignung des
Kalifats durch die Umayyaden; drittens: zunehmender dichterischer Eifer
zur Würdigung Imam Hussains und der Ahl-ul-Bayt (ع); viertens: die
Erinnerung an das Leid der Ahl-ul-Bayt (ع); fünftens: die
Beschreibung des Unrechts und der Unterdrückung durch die Umayyaden und
sechstens: Trauerzeremonien als Protest gegen die Umayyaden und die
Abbasiden und ihre Handlanger.
Aus den genannten Gründen haben die damaligen Machthaber durch hartes
Durchgreifen versucht, diese Trauerzeremonien zu verhindern.
Die Trauerzeremonien zur Zeit der Abbasiden und Mongolen
Nach dem Sturz der Abbasiden in Bagdad und dem
Beginn der Mongolenherrschaft in einem großen Teil der islamischen
Gebiete, wandelten sich allmählich Form und Inhalt der Trauervorträge
über den Märtyrertod Imam Hussains. Dies kann daran gelegen haben, dass
die Abbasidenherrscher sich als Kalifen und Statthalter des Propheten
bezeichnet und behauptet hatten, dass sie seitens des Islams über die
Muslime regieren sollen. Sie hatten es eine religiöse Pflicht der
Bevölkerung genannt, dass sie den Abbasiden gehorcht. Die
Glaubensrichtungen der Sunniten hatten sie als offizielle und
gesetzliche und religionsrechtliche Religion bezeichnet und diese
vollständig unterstützt. Es war verboten, Anhänger der schiitischen
Glaubensrichtung zu sein. Offiziell folgte niemand in den staatlichen
Ämtern und keine der juristischen Instanzen dieser religionsrechtlichen
Schule.
Dieser Denkweise stand die schiitische Denkweise gegenüber, gemäß der
die Regierung das ausschließliche und Gott gewollte Recht der Imame ist
und die von einem islamischen Regenten sehr hohe Eigenschaften und
Denkweisen forderte. Wegen dieser beiden Denkrichtungen kam es auf ganz
natürliche Weise zu einem Konflikt zwischen den Schiiten und der
Regierung. Bei den Trauerzeremonien kamen diese
Meinungsverschiedenheiten und der politische Kurs zur Sprache und mit
Sicherheit fürchteten sich die Potentaten vor solchen Veranstaltungen.
Die Zeremonien, bei denen über den Märtyrertod Imam Hussains gesprochen
und Elegien vorgetragen wurden, waren daher nicht unpolitisch.
Als nun die Mongolen zu herrschen begannen und jene außergewöhnliche
Furcht verbreitet hatten, stellten sie Anspruch auf das Herrschen aber
nicht auf das Kalifat. Die Trauerzeremonien waren nicht mehr vom
politischen Protest geprägt und wurden zu typisch religiösen Zeremonien.
Es wurde getrauert, um im Jenseits belohnt zu werden und um der
Freundschaft mit den Ahl-ul-Bayt (ع) Ausdruck zu verleihen.
In dieser Epoche wurde vieles den Berichten über das Geschehen am
Aschuratag hinzugedichtet, um die Trauernden noch mehr zum Weinen zu
bringen. Es wurden spannende Geschichten erzählt und man sprach nicht
über die Politik und die Regierung, damit die Herrscher nicht die
Zeremonien verbieten.
Typische Merkmale für die Trauerzeremonien in dieser Zeit waren:
Erstens: Ausdehnung der Trauerzeremonien vom Muharram und von
Pilgertagen auf andere Tage; zweitens: Steigerung der Trauerzeremonien
mit Elegienvorträgen zwecks größerer göttlicher Belohnung und Erreichung
der Fürbitte der Unfehlbaren Imame (ع); drittens: Schilderung der
Unterdrückungen und Untaten der Umayyaden und Abbasiden; viertens:
Erinnerung an die Vortrefflichkeiten der Edlen aus dem Hause des
Propheten (ع); fünftens: Hang zum Asketentum und Nicht-Einmischung in
Regierungsfragen und Abkehr von der Welt und stattdessen Zuwendung zu
Angelegenheiten des Jenseits; sechstens: Zunahme von Hussaini-Trauerhallen
für die Abhaltung von Trauerzeremonien.
In dieser Epoche hat jeder, der dichterisches Talent und Gefühl besaß,
zur Beklagung Imam Hussains Reime verfasst. Viele von diesen Gedichten
wurden mündlich weitergegeben oder handschriftlich festgehalten. Dazu
gehören Gedichte, die auf den Dörfern vorgetragen werden oder unter den
Nomaden bei ihren Trauerfeiern üblich sind. Manchmal wurden diese
Gedichte von Leuten verfasst, die nicht über die Geschichte informiert
waren, und sie wurden verfasst, um dem Imam (Hussain) einen Dienst zu
erweisen und die Liebe zu den Ahl-ul-Bayt zum Ausdruck zu bringen.
In dieser Epoche war man darum bemüht, dass die vortrefflichen
Eigenschaften der Edlen aus dem Hause des Propheten dargelegt werden und
die Bevölkerung mit ihnen Bekanntschaft schließt. Diese Bekanntschaft
hat eine sehr bedeutende Rolle bei der Fortsetzung der Linie der Ahl-ul-Bayt
und der Schiiten gespielt. Dies war daher ein bedeutendes und
verdienstvolles Werk, welches hohen Lohn bei Gott findet; denn wenn an
die hohen Tugenden der Ahl-ul-Bayt erinnert wird und die Menschen mit
deren spirituellen Rang vertraut werden, bedeutet dies die Fortsetzung
der Führungslinien und der Aufruf der Gesellschaft zu Ehre und Würde und
der Wahrung der hohen Werte des Islams für die kommenden Generationen.
In dieser Epoche fanden die Trauerzeremonien in der heute geläufigen
Form Verbreitung . Einige haben deren Ursprung auf den Brauch zur Zeit
der Buyiden, sich zum Ausdruck der Trauer mit der Hand auf Haupt und
Brust zu klopfen, zurückdatiert. (6)
Trauerzeremonien in der jüngsten Epoche
In den jüngsten Zeitabschnitten hat das Trauern quantitativ und
qualitativ zugenommen. Am Todestag des Propheten (ص) und der Imame
und der Ehrwürdigen Zahra (ع) finden Trauerveranstaltungen statt.
Einige Merkmale der Trauerzeremonien in der neuen Ära beziehen sich auf
folgende Punkte:
1. – historische Genauigkeit
Personen, mit besonderen Vorzügen und Kenntnissen sind darum bemüht, die
Ereignisse zu Aschura und die Trauerelegien für die anderen Imame
aufgrund der historischen Dokumentation zu schildern und hüten sich
ernsthaft davor, hinsichtlich des Ranges der Imame Schlussfolgerungen zu
ziehen, die nicht mit dem Verstand vereinbar und unüblich sind.
2. Analytische
Geschichtsbetrachtung
Redner und Autoren setzen sich analytisch mit der Geschichte über
Aschura auseinander. Sie gehen den Ursachen der Ereignissen nach und
beschreiben die Entstehungsfaktoren und die gesellschaftlichen
Auswirkungen.
3. Ziele Imam Hussains (ع)
Bei den Trauern wird die Lebensweise dieses Ehrwürdigen und werden die
Gründe , die er für seinen Aufstand genannt hat, betrachtet. Aus welchem
Beweggrund hat jener Ehrwürdige sich erhoben und welches Ziel wollte er
mit seinem Vorgehen erreichen? Wollte er getötet werden? Wollte er die
Schiiten zum Weinen bringen und sie retten? Hat er sich erhoben, um an
die Regierungsmacht zu gelangen? Handelte er aus Zwang und hätte er
nicht an einen anderen Ort ziehen können? usw… Jeder hat auf bestimmte
Weise eine Beurteilung vorgenommen und ein Resultat gezogen und jeder
hat zur Untermauerung seiner Aussagen Belege aus der Geschichte und
Beweisgründe aus dem Wort des Propheten (ص) oder Imam Hussains (ع)
angeführt. Wenn auch einige Irrtümer begangen haben, so handelt es sich
jedoch insgesamt um eine wertvolle Sache, dass diese Initiative
ergriffen wird und die Ziele jenes großen Anführers der Religion Gottes
analysiert werden.
4. Verschmelzung der Berichte über Aschura (Rozeh) mit der Politik
Die Zeremonien zur Erinnerung an das Aschura-Geschehen sind niemals von
der Politik getrennt gewesen. Diese Sitzungen waren und sind auch heute
noch eine äußerst geeignete Gelegenheit für das Gedeihen des politischen
Bewusstseins und der Stellungnahmen gegenüber unterdrückerischen
Regimen. Viele politische Entschlüsse wurden auf diesen Versammlungen
getroffen. Dies wird bei Betrachtung der politischen Geschichte Irans
seit der Konstitutionellen Bewegung und den Vorbereitungen zu ihr
deutlich. Diese Gelegenheit war ein wichtiger Faktor für die
Volksbewegungen, denn es werden die Ziele, die Imam Hussain (ع)
verfolgte, untersucht und besprochen. Die Treue der Trauernden zu den
Zielen Imam Hussains ist ganz eindeutig. Die Befolgung Imam Hussains (ع)
als einen Imam, dem zu gehorchen es Pflicht ist, stellt zu allen Zeiten
eine klare Angelegenheit dar.
5. Die Bildung von „Heyatha"
Unter „Heyat" wird heute eine geordnete Gruppe verstanden, die mit ihrem
besonderen Programm während der Trauertage Trauerbräuche pflegt.
Es gibt zwei Arten von „Heyat":
A) Die eine Art von diesen „Trauerdelegationen" wird nur im Monat
Moharram und Safar und an anderen allgemeinen Trauertagen gebildet. Ihre
Mitglieder versammeln sich an besonderen Tagen zur Trauerzeremonien
umeinander.
b) Es gibt aber auch Trauergruppen, die das ganze Jahr über aktiv sind.
Sie haben sich darauf geeinigt, sich jeden Vorabend zum Freitag oder am
Freitagmorgen oder Vorabend zum Mittwoch usw. zu versammeln. Auch
sie können noch einmal in zwei verschiedene Gruppen eingeteilt werden.
Die Rolle der Trauerzeremonien
Der Aufstand des Imam Hussain und sein Märtyrertod ließen die
vorangegangenen Bemühungen seines Bruders, seines Vaters sowie seines
Großvaters Früchte tragen und schufen die Grundlagen für die Bemühungen
der nachfolgenden Generationen.
In jenem Zeitabschnitt der Geschichte hatte Muawiyah weitgehende und
allseitige Anstrengungen unternommen, um den Namen der Familie des
Propheten in dem Gedächtnis der Menschen auszulöschen und der Mehrheit
des Volkes war die Wahrheit über die Familie des Propheten fremd
geworden und die, welche Hussain (ع) kannten, sahen in ihm nicht den
Imam und Anführer, den zu befolgen es eine Pflicht war; denn sie
verstanden unter „Itrat" nur soviel wie „Familie des Propheten" . Sie
glaubten, dass alle, die von Propheten abstammen geachtet und geliebt
werden müssen. Es ging also darum die „Itrat" zu lieben und nicht darum,
ihr zu folgen. Der Sinn ließ sich also verdrehen und die Behinderung der
„Itrat" ließ sich rechtfertigen.
Aber Imam Hussain hat mit seinem Aufstand die Edlen Nachkommen aus dem
Prophetenhaus, die „Itrat" des Propheten, als Führer vorgestellt, die zu
befolgen eine Pflicht ist. Er hat eine Maßnahme ergriffen, die nicht zu
leugnen oder anderweitig zu erklären oder falsch darzustellen war. Er
hat die Bevölkerung mit der wahren Bedeutung der „Itrat" – der Familie
des Propheten - vertraut gemacht. Nach seinem Aufstand kam es zu einer
gewaltigen geistigen Bewegung in der Gesellschaft. Da für den Imam ein
Islam ohne die rechtschaffene Führung und der Koran ohne die
Interpretation durch diese nicht verwirklichbar und praktizierbar ist,
hat der Imam den Gedanken von der Umsetzung des Korans mittels der
Führung des Unfehlbaren Imams zur Sprache gebracht. Sein Aufstand hat
die Grundlage und den Beweggrund für das Bekanntwerden mit dieser
Wahrheit geschaffen.
Die Tradition der Trauerfeiern zu Aschura schuf die Basis für die Hütung
des schiitischen Denkens in der Zukunft, so dass niemand das Vortragen
von Trauerelegien und das Trauern verhindern kann und im Rahmen der
Trauerzeremonien die Bedeutung der Itrat, der Edlen aus dem Hause des
Propheten, und die Ziele Imam Hussains (ع) beschrieben werden
können.
Wir schließen diesen Artikel mit Worten des achten Imams:
Imam Ali Ibn Mussa (ع) hat gesagt:
„O Sohn des Schabib! Wenn du den gleichen Lohn
erhalten möchtest wie die Märtyrer, die Imam Hussain (ع) geholfen
haben, dann sage immer, wenn du dich an ihn erinnerst: Ach wäre ich doch
mit euch zusammen gewesen und hätte diese große Gunst erreicht."
(7)
______________________
(1) Tarich-e Tabari, Bd. 4, S. 353
(2) Ath-Thaurat-ul Hussain Fi-l Widschdan-ul Schiai, S. 265
(3) ebenda
(4) Kamil, Bd. 8, S. 459
(5) ebenda, Bd. 9, S. 294
(6) Ath-Thaurat-ul Hussain Fi-l Widschdan-ul Schiai, S. 277
(7) Bihar, Bd. 44, S. 286
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