![]() |
. |
|
zurück
يَا أَيُّهَا النَّبِيُّ قُل لأَزْوَاجِكَ وَبَنَاتِكَ وَنِسَاء
الْمُؤْمِنِينَ يُدْنِينَ عَلَيْهِنَّ مِن جَلابِيبِهِنَّ ذَلِكَ أَدْنَى
أَن يُعْرَفْنَ فَلا يُؤْذَيْنَ وَكَانَ اللَّهُ غَفُورًا رَّحِيمًا
Die Sache ist einfach und unkompliziert. Es handelt sich schlicht und
ergreifend um eine Frage des Willens und des Interesses. Beinahe nichts
ist so offensichtlich wie unsere Freiheit. Und unsere Freiheit
betreffend ist nichts so offensichtlich, als dass wir in unseren
Freiheiten (die Freiheit zur Bekleidung, die Freiheit zur Arbeit, die
Freiheit zur Ehe, die Freiheit zum Studium, die Freiheit zum An- und
Verkaufen) fortwährend eingeschränkt sind. Denn die Freiheit eines jeden
von uns kollidiert sofort und natürlicher Weise mit der Freiheit eines
jeden Anderen. Und dort liegen die Grenzen unserer Freiheiten. Der Satz:
„Ich bin frei“, ist so gesehen nichts weiter als ein anderer Ausdruck
des Satzes von der Bedingtheit: „Ich bin frei und auch nicht.“ Nach
allen Seiten hin sind wir von anderen abhängig, sind durch anderes
bedingt – ja sind nur durch anderes.
Im genannten Sinne ist Freiheit aus der Sicht des Korans etwas
Natürliches und bereits Erledigtes. Aus diesem Grunde wird so etwas wie
„Freiheit“ im Koran, ebenso wie das Dasein Gottes, gar nicht erst
thematisiert. Denn das würde nur Zweifel an der Freiheit berechtigen.
لاَ إِكْرَاهَ فِي الدِّينِ
Warum? Ganz einfach. Denn der Betreffende kann die Religion ohne Selbstwahl gar nicht erfüllen. Religion erfüllt sich erst gar nicht, wenn wir uns nicht selbst für sie entscheiden. Denn:
قَد تَّبَيَّنَ الرُّشْدُ مِنَ الْغَيِّ Richtig und Falsch sind also in ihrer Gegensätzlichkeit unterschieden. Und das Richtige unterscheidet sich klar in seinem Gegenteil. Niemals werden wahr und falsch in der Wirklichkeit durcheinander geraten. Nur in unseren Herzen, dem Zentrum unserer Entscheidungen, können wir das Wahre mit dem Falschen vermischen oder vertauschen.
فَمَنْ يَكْفُرْ بِالطَّاغُوتِ وَيُؤْمِن بِاللّهِ فَقَدِ اسْتَمْسَكَ
بِالْعُرْوَةِ الْوُثْقَىَ لاَ انفِصَامَ لَهَا وَاللّهُ سَمِيعٌ عَلِيمٌ
Das Gesetzesinteresse des Korans
Aus koranischer Sicht liegen die Dinge also ein wenig anders. Der Koran
richtet sich mit seinen Geboten an die Gläubigen und die Ergebenen. Für
sie ist er Leitung und Heilung. Die anderen aber, die Ungläubigen etwa,
schlägt er mit Blindheit und bringt sie irre.
يَا أَيُّهَا النَّاسُ
Das ist richtig. Doch wenn du den Korantext aufmerksam verfolgst, dann
wirst du feststellen, dass sich der Koran an die Menschen, oder an die
„Leute“ in ihrer Eigenschaft als Nās (Leute) wendet, wenn er ihnen
nahelegt zu glauben.
إِنَّ الدِّينَ عِندَ اللّهِ الإِسْلاَمُ Imām Alī (a) sagte: لاَنْسَبَنَّ الاسْلاَمَ نِسْبَةً لَمْ يُنْسِبْهُ أَحَدٌ قَبْلِي وَلاَ يُنْسِبُهُ أَحَدٌ بَعْدِي : الاسْلاَمُ هُوَ التَّسْلِيمُ ، وَالتَّسلِيمُ هُوَ التَّصْدِيقُ ، وَالتَّصْدِيقُ هُوَ الْيَقِينُ ، وَالْيَقِينُ هُوَ الادَاءُ ، وَالادَاءُ هُوَ الْعَمَلُ ، إِنَّ الْمُؤمِنَ أَخَذَ دِينَهُ عَنْ رَبِّهِ ، وَلَمْ يَأْخُذْهُ عَنْ رَأْيِهِ أَيُّهَا النَّاسُ دِينَكُمْ دِينَكُمْ ، تَمَسَّكُوا بِهِ لاَ يَزِيلُكُمْ أَحَدٌ عَنْهُ ، لاَنَّ السَّيِّئَةَ فِيهِ خَيْرٌ مِنَ الْحَسَنَةِ فيِ غَيْرِهِ لاَنَّ السَّيِّئَةَ فِيهِ تُغْفَرُ ، وَالْحَسَنَةُ فيِ غَيْرِهِ لاَ تُقْبَلُ. „Ich werde den Islām ganz gewiß auf eine Art beschreiben, wie es kein anderer vor mir getan hat und wie es kein anderer nach mir tun wird: Der Islām ist die Ergebenheit (at-Taslīm). Und die Ergebenheit ist die Bejahung (Tasdīk). Und die Bejahung ist die Gewißheit (al-Yakīn). Und die Gewißheit ist die Erfüllung (al-Adā‘). Und die Erfüllung ist die Tat (al-<Amal). Der Gläubige hat seine Religion von seinem Herrn und nicht von seiner Meinung. (Wahrlich des Gläubigen Glauben erkennt man in seinem Handeln. Und wahrlich, des Ungläubigen Unglauben erkennt man in seiner Ablehnung.) O Leute! Eure Religion! Eure Religion! Denn fürwahr, die Missetat in ihr ist besser als die Wohltat in anderem. Denn fürwahr, die Missetat in ihr wird vergeben und die Wohltat in anderem als ihr findet keine Anerkennung.“
Nimmt man den Koran beim Wort – und das sollte man tun, denn er ist
Gottes Wort – dann ist der Hiğāb (Schleier) mehr als nur ein
Kleidungsstück und eine Körperbedeckung, sondern Ausdruck einer inneren
Einstellung, die durch und durch als eine Frage des Glaubens zu sehen
ist.
يَا أَيُّهَا النَّبِيُّ قُل لأَزْوَاجِكَ وَبَنَاتِكَ وَنِسَاء
الْمُؤْمِنِينَ يُدْنِينَ عَلَيْهِنَّ مِن جَلابِيبِهِنَّ ذَلِكَ أَدْنَى
أَن يُعْرَفْنَ فَلا يُؤْذَيْنَ وَكَانَ اللَّهُ غَفُورًا رَّحِيمًا
Zum historischen Anlass der Sendung dieses Verses wird berichtet, dass die
Frauen zur Moschee des Propheten zu gehen pflegten um zu beten. Und wenn
es Nacht wurde und sie dorthin gingen um das Abend- und Spätabendgebet
zu verrichten, stellten ihnen die jungen Männer der Stadt nach und
belästigten sie. Da offenbarte Gott Seinem Propheten die genannten
Verse.
يُدْنِينَ عَلَيْهِنَّ مِن جَلابِيبِهِنَّ Zusammen ergeben die besagten Stellen im Kontext des Koran ein klares Bild über Bekleidung und Auftreten der gläubigen Frauen in der Öffentlichkeit und in Gegenwart Fremder, an dem sich nur dann rütteln lässt, wenn man persönliche Wünsche und Neigungen in den Text hineininterpretiert. Der Koran aber verweigert ein solches Vorgehen, welches ganz und gar mit dem im Widerspruch steht, was wir Religion nennen. Religion (Dīn) nämlich, ist Gehorsam und Gehorsam ist Hingabe und Ergebenheit in Gottes Willen in Gesetz- und Seinsgebung.
وَمَا كَانَ لِمُؤْمِنٍ وَلا مُؤْمِنَةٍ إِذَا قَضَى اللَّهُ وَرَسُولُهُ
أَمْرًا أَن يَكُونَ لَهُمُ الْخِيَرَةُ مِنْ أَمْرِهِمْ وَمَن يَعْصِ
اللَّهَ وَرَسُولَهُ فَقَدْ ضَلَّ ضَلَالا مُّبِينًا
Und der Prophet (s) sagte: هم خلفائي يا جابر أئمة المسلمين من بعدي أولهم علي بن أبي طالب ثم الحسن ثم الحسين ثم علي بن الحسين ثم محمد بن علي المعروف في التوراة بالباقر ستدركه يا جابر فاذا لقيته فاقرأه مني السلام ثم الصادق جعفر بن محمد ثم موسى بن جعفر ثم علي بن موسى ثم محمد بن علي ثم علي بن محمد ثم الحسن بن علي ثم سميي و كنيي حجة الله في أرضه و بقيته في عباده ابن الحسن ابن علي.
„Das sind meine Statthalter, o Ğābir, und die Imāme
der Ergebenen nach mir; der erste von ihnen ist Alī ibn Abī Dtālib, dann al-Hasan und dann
al-Husayn, dann Alī ibn al-Husayn, dann Muhammad ibn Alī, in der Thora
bekannt als der Pflüger (al-Bākir), dem du begegnen wirst, o Ğābir, und
wenn du ihm begegnest, dann grüße ihn von mir, dann as-Sādik Ğa'far ibn
Muhammad, dann Mūsā ibn Ğa'far, dann Alī ibn Mūsā, dann Muhammad ibn
Alī, dann Alī ibn Muhammad, dann al-Hasan ibn Alī und dann der Träger
meines Namens und meines Beinamens, der Beweis Gottes auf Seiner Erde
und die Bleibe Seiner Gehorsamen ibn al-Hasan ibn Alī.“
______________________________ |
|
![]() |
|