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Islam - Die Religion des Lebens
Gepriesen sei Allah, der Weltenherr!
Heil und Segen über unseren Herrn und
Propheten Muhammad und dessen Familie der Reinen, Rechtschaffenen,
Sündlosen.
Allah hat die Menschen geschaffen und
verlässt sie nicht. Allah hat dem Menschen die Propheten zur Führung
geschickt. Die Propheten haben seine Weisungen übermittelt und den
Menschen, den Weg zu Ihm gewiesen. Zu den Ersten unter den großen
Propheten zählen Abraham, Noah, Moses, Jesus und Mohammed. Heil und
Segen über sie! Sie alle wurden ihrer Verantwortung gegenüber der
Menschengemeinschaft gerecht. Sie sprachen mit einer Zunge, wenn sie den
Menschen den Weg zu ihrem Schöpfer, zur Bildung ihres Geistes wiesen und
ihr Ziel verfolgten, die Menschen davor zu bewahren, vom rechten Wege
abzuweichen und sie anzuleiten, den Weg der Wahrheit und Vollkommenheit
zu beschreiten.
Judentum, Christentum und Islam schöpfen
alle aus derselben Quelle. Der erhabene Allah sagte:
"Sprich: Wir glauben an Allah und an das, was
auf uns herabgesandt worden ist, was auf Abraham, Ismael, Isaak und
Jakob und die Stämme herabgesandt war und was Moses, Jesus und den
Propheten von ihrem Herrn gegeben wurde. Wir machen zwischen ihnen
keinen Unterschied, sondern unterwerfen uns Ihnen" (Al-Umran/84).
Es gibt allerdings einen grundlegenden
Unterschied: Jede Religion vor dem Islam hatte für eine bestimmte Zeit
eine bestimmte Rolle gespielt. Man kann sagen, dass die vorausgegangenen
Religionen, den Weg für die Nachfolgende geebnet haben. Der Islam ist
die Vollendung und Krönung. Der Islam steht nicht den vorausgegangenen
Religionen entgegen, sondern das Gegenteil ist der Fall: Er vereinigt in
sich ihre Vorzüge und ergänzt sie. Was wir in den vorausgegangenen
Religionen finden, sind nur einige Gesetzvorschriften und einige
moralische und geschichtliche Aspekte. Der Islam schließt all dies in
sich ein und vereinfacht die Vorschriften. Die Erhöhung der Bedeutung
der Prinzipien von Moral und Gemeinschaft macht den Islam dafür
geeignet, das letzte Wort zu sein.
Dies wird aus dem Folgendem deutlich:
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Die Religion ist die einzige Ursache
für das Glück des Menschen, sie macht sein Leben lebenswert, sie
gleicht zwischen den verschiedenen Kräften aus, die auf ihn
einstürmen und bietet dem Menschen einen ausgewogenen Lebensweg
zwischen Diesseitigem und Jenseitigem, Materiellem und Ideellem.
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Die Religion hebt die Differenzen
zwischen den Menschen auf. Allah, der Erhabene, sagt:
"Die Menschen waren eine einzige
Gemeinschaft. Dann entsandte Allah Propheten als Freudenboten und
Mahner und sandte mit ihnen die Schrift mit der Wahrheit hinab,
damit sie unter den Menschen über das entscheide, worüber sie uneins
waren..." (Al-Baqarah/213). Diese Sura zeigt den Grund für
den gesetzgebenden Ursprung der Religion auf. Der Beweis dafür: Der
Mensch ist geschaffen zur Gemeinschaft und zur Zusammenarbeit. Am
Anfang gab es eine einzige Menschengemeinschaft. Dann zeigten sich
in ihr aufgrund der natürlichen Veranlagung, Gegensätze bei der
Sicherung von Vorteilen im Leben. Dies erforderte das Aufstellen von
Gesetzen und die Aufhebung aufbrechender Gegensätze und
Streitigkeiten um die notwendigen Dinge des Lebens. Hier setzt nun
die Religion ein. Allah hat die Propheten als Freudenboten und
Mahner gesandt. Sie sind mit göttlichen Gesetzen im Namen der
Religion gekommen, Gesetzen, die durch Freudenbotschaften und
Mahnungen, Belohnungen und Bestrafungen vermitteln.
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Die Hinwendung zur Religion ist eine
ganz natürliche Sache. Zeugnisse und Überlieferungen belegen, dass
der Mensch nie von der Anbetung Allahs ablassen wird. Es ist nicht
gewollt, dass sein ständiges Anliegen die Bestimmung und Erkennung
des Herrn ist. Es ist vielmehr gemeint, dass er auf ganz natürliche
Weise zu seinem Herrn findet. Von daher sagen wir, dass die
Hinwendung zur Religion eine ganz natürliche Sache ist. Keine
Religion ist imstande, die Religion zu bekriegen. Wir sehen dies am
Scheitern der Sowjetunion und am Niedergang der kommunistischen
Ideologie in unserer Gegenwart. Die Religion ist also ganz einfach
ein Lebensbrauch, ein Weg, den der Mensch einschlagen muss, damit er
in seinem Leben glücklich wird und das Glück ist es, was der Mensch
in seinem Leben erstrebt. Der Mensch ist wie alle anderen Geschöpfe
mit einer Wesensart ausgestattet, die ihn leitet, seine Mängel zu
überwinden und seine Bedürfnisse zu befriedigen und die ihn dazu
bringt zu tun, was ihm nützt und was ihn schadet in seinem Leben.
Allah spricht: "So richte dein ganzes Wesen
aufrichtig auf den wahren Glauben gemäß der natürlichen Veranlagung,
mit der Allah den Menschen geschaffen hat. Es gibt keine Veränderung
in der Schöpfung Allahs..." (Ar-Rum/21).
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Die Religion vervollkommnet sich
immerfort, damit ihre Gesetze alle Notwendigkeiten des Lebens
eingreifen. Wenn sie nun endgültig einbegriffen und aufgenommen
sind, so gibt es danach keine weitere Religion. Das heißt, dass die
abschließende Religion alle der Natur des Menschen immanente
Notwendigkeiten für alle Ewigkeit in sich aufgenommen hat.
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Jede spätere Gesetzgebung muss
notwendig vollkommener als ihre Vorgänger sein. Andernfalls wäre sie
töricht und unsinnig, dies aber ist bei Allah, dem weisen
Weltordner, undenkbar.
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Die Religion, die der krönende
Abschluss aller Religionen ist, muss zum Gipfel menschlicher
Vollkommenheit führen. Der Quran besiegelt die Reihe der Propheten,
die Letztgültigkeit der Religion und die Beständigkeit des
islamischen Rechts. Daraus erwächst, dass die individuelle und
gesellschaftliche Vervollkommnung des Menschen das Maß ist, das der
Quran in seiner Aussage und Gesetzgebung bekundet.
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Der Islam ist die einzige Religion,
die als besiegelnde Religion bezeichnet wurde. Sie ist für die
Bedürfnisse des Menschen die umfassendste und aufnahmefähigste
Religion. Sie befasst sich mit allen Aspekten des Diesseits und
Jenseits die den Wissenden zum Glück führen. Wir haben aus dem Quran
gelernt: "Gott belohne uns Dieseits und
Jenseits und schütze uns vor den Schmerzen des Feuers". Sie
ist die zufriedenste Religion Allahs, Allah sagte: "Heute habe ich
eure Religion vollendet, euch vollkommene Gnade zuteil werden lassen
und euch mit dem Islam als Religion beglückt". Der Gepriesene sagt
weiter: "Die Religion ist bei Allah der Islam". Der Prophet Muhammad
- Allahs Heil und Segen über ihn - ist der einzige Prophet, der als
Siegel der Propheten bezeichnet wird. Allah spricht:
"Mohammed ist nicht der Vater eines eurer
Männer, sondern Allahs Gesandter, das Siegel der Propheten" (Al-Ahzab/40).
Der Quran ist das einzige Buch, das keine
Verdrehungen enthält, wie Allah dies mit den folgenden Worten
versprochen hat: "Wir haben das Gedächtnis geschickt und ich bin da, es
zu bewahren". Hinzuzufügen ist, dass Legenden, wie wir sie in allen
Religionen vorfinden, die bei einigen Menschen Abneigungen verursachen,
sowie gedankliche Erschütterungen, im Islam nicht vorkommen.
Der Friede sei mit euch und die
Barmherzigkeit und der Segen Allahs!
Autor: Scheikh Mohammed Amin Al-Amini
Übersetzer: Jürgen Schleif
Überarbeitet von al-Shia.de
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