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Die
letzten Minuten des Gesandten Gottes (ص)
übersetzt von Haydar al-Musawie und Mariam Abdallah

*Dieser Hadith ist eine
Zusammenstellung aus zwei Hadithen, die uns überliefert wurden. Beide
Hadithe beschreiben das selbe Ereignis, jedoch legen beide auf eine
andere Begebenheit ihren Schwerpunkt. Wir haben diese Hadithe zu einem
zusammengefasst, um so das Ereignis bestmöglichst und am detailiertesten
zu beschreiben.
Als die letzten Minuten des Gesandten Allahs (ص) hereinbrachen, kam der
Todesengel und bat um Erlaubnis hereintreten zu dürfen. Dem Propheten
(ص) ging es sehr schlecht, und Hassan und Hussein waren voller Trauer,
sodass sie sich auf die Brust des Propheten geworfen haben. Da kam der
Fürst der Gläubigen und wollte sie vom Propheten entfernen, doch der
Gesandte Allahs (ص) öffnete seine Augen und sagte:
„O Ali, lass sie mich riechen und ich sie riechen und lass sie sich
von mir verabschieden und ich verabschiede sie, denn sie werden nach mir
unterdrückt und ermordet werden. Allahs Fluch sei auf diejenigen, die
sie unterdrücken“, wobei er diesen Satz dreimal wiederholte.
Zu dieser Stunde versorgte ihn der Fürst der Gläubigen, wobei sie den
Menschen verboten haben, den Gesandten Allahs (ص) zu besuchen.
Plötzlich erschien eine Person, die 'Salam' rief.
„Darf ich
eintreten?“, fragte er, um die Erlaubnis zum Eintritt zu bekommen.
Doch Fatima (ع), Tochter von Muhammad (ص), erlaubte ihm nicht
einzutreten.
„Es tut mir Leid, mein Vater ist krank“, sagte
Fatima (ع), trat zurück und schloss die Tür.
Daraufhin kehrte Fatima (ع) zurück zu ihrem Vater, der seine Augen
öffnete und Fatima (ع) fragte:
„Wer war das, meine Tochter?“
„Ich weiß es nicht, mein Vater. Ich habe ihn zum ersten Mal gesehen“,
sagte Fatima (ع) sanft.
Dann schaute Rasulullah (ص) seine Tochter mit einem Blick an, als wolle
er sich an jedes einzelne Teil des Gesichts seiner Tochter stets
erinnern.
„Wisse eine Sache! Er ist es, der die zeitlich begrenzte
Freude löscht. Er ist es, der die Gesellschaft in dieser Welt
voneinander trennt. Er ist der Engel des Todes (Azrail). Er hat noch nie
jemanden vor mir um Erlaubnis gebeten zu kommen und wird nach mir auch
niemanden um Erlaubnis fragen. So erlaube ihm den Eintritt“, sprach Rasulullah
(ص).
Fatima (ع) unterdrückte ihr Weinen und erlaubte ihm den Eintritt
Er trat ein und sagte: „Der Friede sei mit dir, O Gesandter Allahs
(ص). Der Hohe und Erhabene sendet dir seinen Frieden und lässt dich
wählen zwischen dem Verbleib im Diesseits und seinem Antreffen.“
Da sagte der Gesandte Gottes (ص): „O Todesengel, gewähre mir eine
Frist, bis mein Liebling Gabriel zu mir kommt.“
Da hob der Todesengel zum Himmel hinauf und Gabriel empfing ihn, wobei
er sagte:
„O Engel des Todes, hast du die Seele von Muhammad (ص) genommen?“
Er antwortete: „Nein, O Gabriel. Er verlangte eine Frist, bis er dich
sieht.“
Da sagte Gabriel: „O Engel des Todes, siehst du nicht die Gärten, wie
sie sich geschmückt haben, um die Seele des Gesandten Gottes zu
empfangen? Siehst du nicht wie aufgeregt die Engel sind, weil sie gleich
die Seele von Muhammad (ص) empfangen dürfen?“
Dann ging Gabriel hinunter zum Gesandten Gottes (ص) und sagte:
„O Gesandter Allahs, der Hohe und Erhabene sendet dir seinen Frieden
und sagt dir:
„Und wahrlich, dein Herr wird dir geben und du wirst wohlzufrieden
sein.“ [93:5]
„O Gabriel, erläutere mir meine Rechte vor Allah (swt)“, bat Rasulullah
(ص) mit schwacher Stimme.
„Die Türen des Himmels wurden geöffnet, die Engel warten auf deine
Seele. Das Paradies wartet weit geöffnet auf dich“, sprach Gabriel.
Doch natürlich entlastete dies alles den Gesandten Allahs (ص) nicht,
seine Augen waren immer noch voller Sorgen.
„Du bist nicht fröhlich darüber, diese Neuigkeiten zu hören?“,
fragte Gabriel.
„Erzähle mir vom Schicksal meiner Ummah (Gemeinschaft) in der
Zukunft.“
„Mache dir keine Sorgen, O Rasulullah. Ich hörte Allah (swt) zu mir
sagen:
'Ich erkläre das Paradies für jeden verboten, außer der Gemeinschaft von
Muhammad'“, sprach Gabriel.
Die Zeit für den Engel des Todes (Azrail) seine Arbeit zu vollrichten
rückte näher und näher. Langsam wurde die Seele Rasulullah's (ص)
entzogen. Es schien, als wäre der Körper von Rasulullah voll mit
Schweiß, die Nerven an seinem Hals wurden enger.
„Gabriel, wie schmerzhaft ist dieses 'Sakaratul Maut'?“, äußerte Rasulullah
(ص) langsam mit einem Stöhnen. Fatima (ع) schloss die
Augen, Imam Ali (ع) saß neben ihr, tief gebeugt, und Gabriel drehte
sein Gesicht weg.
„Bin ich so abstoßend für dich, dass du dich von mir abwendest mit
deinem Gesicht, O Gabriel?“, fragte der Gesandte Allah's
(ص) den Überbringer der Offenbarung.
„Wer könnte Habibullah in seinem
Sakaratul Maut sehen?“, sprach Gabriel.
Kurz daraufhin stöhnte Rasulullah aufgrund der unerträglichen Schmerzen
auf.
„O Allah, wie groß doch dieses Sakaratul Maut ist. Gib mir all' diese
Schmerzen, nicht aber meiner Ummah (Gemeinschaft).“ Der Körper des
Gesandten Allah's (ص) wurde kalt, seine Füße und seine Brust bewegten
sich nicht mehr. Seine Lippen zitterten, als wolle er etwas sagen, Imam
Ali (ع) hielt sein Ohr näher an den Gesandten Allah's (ص).
"Uushiikum bis salati,
wa maa malakat aimanuku" –
„Kümmere dich um das Gebet und kümmere dich um die Schwachen unter euch.“
Außerhalb des Raumes hörte man lautes Weinen, Sahaba (Gefährten) hielten
sich gegenseitig. Fatima (ع) verbarg ihr Gesicht in ihren Händen und
erneut hielt Imam Ali (ع) sein Ohr näher an den Mund des Gesandten Allah's
(ص), der bläulich wurde.
"Ummati, Ummati, Ummati – meine
Gemeinschaft, meine Gemeinschaft, meine Gemeinschaft.“
Und das Leben des edlen Propheten (ص) endete.
Da wischte Ali (ع) seine Hand über das Gesicht des Gesandten (ص) und
stand auf und ging zu den Menschen. Er öffnete die Tür, wobei er weinte und sagte:
„O ihr Leute, möge Allah euch den Lohn
vervielfachen aufgrund der Tragödie eures Propheten, denn Allah (swt)
hat ihn wieder zu sich gerufen.“ Da
fingen die Leute an stark zu weinen und zu trauern. Fatima (ع) rief:
„Wa Abata, wa Muhammada.
Vater, wer bleibt nach dir für die Qibla und der Gebetskammer und wer
ist für deine traurige weinende Tochter da?“
Quelle:
http://www.najaf.org/english/book/32/index.htm
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