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Als ich gestorben bin, sah ich mich stehend, befreit von meiner
Krankheit, fit und gesund; ich sah meine Verwandten trauernd um meinen
Leichnam herum. Ich war durch ihr Weinen sehr betrübt, und sagte ihnen,
dass ich geheilt und nicht tot sei; jedoch niemand hörte mich.

Mein Körper wurde gewaschen und mit einem
Leichentuch umhüllt. Ich bin
eben in den Beerdigungsvorgang eingetreten, in welchem ich viele wilde
Tiere sah, die mich beängstigten. Die anderen Menschen jedoch haben
diese Bestien nicht mal bemerkt.

Mein Körper wurde Kopf über in das Grab herabgelassen. Gerade in diesem
Moment sind viele Tiere aufgetaucht und fingen an meinen Körper
anzugreifen. Meine Furcht kannte keine Grenzen, aber die anderen Leute benahmen sich so, als würden sie diese Tiere nicht einmal sehen! Meine
Hilferufe fielen auf taube Ohren.

Plötzlich sind einige Leute in das Grab eingetreten und verscheuchten
diese Tiere. Ich dankte ihnen. Sie sagten mir, dass sie meine „Guten
Taten" seien, während die Bestien meine „Schlechten Taten" sind.

Das Grab wurde über meinen toten Körper geschlossen und alle meine
Freunde und Verwandte verließen mich in meiner einsamen Haft. Ich war
beängstigt und verwirrt. Plötzlich zitterte das Grab und öffnete sich.

Zwei riesige Engel mit Furcht erregenden Gesichtern traten ein. Rauch
und Feuer spuckte aus ihren Mündern und Nasen. Sie hielten rote heiße
Eisenstangen in ihren Händen. Plötzlich fragten sie mich in einer
donnernden Stimme: „Wer ist dein Herr?" In meiner Angst, konnte ich
nicht sprechen und flehte Allah (swt) um Hilfe und flehte um Fürsprache
von Imam Ali (ع), wissend dass er in den schwierigsten Umständen hilft.

Meine Stille verärgerte sie und sie wiederholten ihre Frage. Meine Angst
verschwand und ich antwortete mit der Rezitation der Sure Hashr (Verse
22,23). Danach fragten sie mich: „Wer ist dein Prophet? Welches ist dein
Buch (Kitab)? Welche ist deine Qibla? Wer sind deine Imame?" Die
Antworten schienen sie zufrieden zu stellen.

Dann fragten sie mich „Was ist die Quelle deiner Antworten?" Ich wurde
wieder verwirrt und ängstlich. Würden die Argumente, die ich im Dunkeln
gelernt hatte, mit Ignoranz in der materiellen Welt, die Wahrheit
behalten an diesem erleuchtenden, aufklärenden Platz?
Ich suchte wieder Zuflucht bei Allah (swt) mit Imam Alis
(ع)
Fürsprache. Plötzlich enthüllten sich mir die Antworten. Ich wurde durch
Allah (swt) geleitet. Ich antwortete. Sie sagten, „dann schlaf wie ein
Neugeborener" und verließen mich. Ich spürte, wie die Angst verschwand
und schlief friedlich ein.

Als ich aufwachte, war ich in einem angenehmen Raum mit einem hübschen
jungen Mann. Nachdem wir uns gegenseitig respektvoll begrüßt haben,
sagte er mir, „mein Name ist Hadi (Führer). Ich führte dich zu deinen
letzten Antworten. Hättest du falsch geantwortet, so wäre dein Grab mit
Feuer aus der Hölle gefüllt worden.“

Ich fragte ihn: „Sag mir, woher kennst du mich so gut, ohne mich jemals
getroffen zu haben?" Er antwortete: „Ich bin die liebevolle Beziehung
und Freundschaft, die du zu Imam Ali (ع) und der Ahlulbayt (ع) des
Propheten (ص) hattest. Ich habe dich immer begleitet, seit dem in der
materiellen Welt dein Ansichtsvermögen die Kraft verzehrt hat, um mich
wahrzunehmen." Nach einigen Diskussionen verließ er mich. Kurz danach
bin ich eingeschlafen.

Als ich erwachte, sah ich zwei Männer, welche neben mir saßen. Einer war
hübsch und der andere hässlich. Sie haben meinen Körper von Kopf bis Fuß
beschnuppert, zueinander flüsternd, und füllten sichere Boxen und
versiegelten sie. Ich realisierte, dass meine Taten beurteilt und
aufgenommen wurden. Um ihre Aufgabe zu vervollständigen, haben sie
einige Leichtentücher um meinen Hals gebunden und legten die Box unter
meinen Kopf.

Danach haben
sie mich in einen Eisenkäfig gesteckt, welcher verkleinert wurde, indem
an einem Hebel gedreht wurde. Ich war beängstigt und konnte kaum atmen.
Ich hörte meine Knochen brechen und Öl lief meinen Körper herunter,
welches sie abtrockneten. Es dauerte nicht lange, bis ich in Ohnmacht
fiel und ich nicht mehr mitbekommen habe, was mit mir geschehen war.

Als ich wieder zu Bewusstsein kam, sah ich meinen Kopf auf Hadis
Schoß liegen. Ich begann leise zu weinen. Er tröstete mich und sagte
dann: "Jeder muss das in der Anfangsphase im Grab durchmachen. Es
geschieht aufgrund der eigenen vergangenen Taten." Nachdem er mich ein
wenig tröstete, verließ er mich. Mein Körper schien von allen Sünden
gereinigt zu sein und wurde rein und sauber.
Ich hatte nun verstanden, dass diese Verengung im Grab in Wirklichkeit
ein Akt der Reinigung war, so dass wenn ein Mann schlechte
Charaktereigenschaften aufwies, diese Sünden als ein Ergebnis der
Verengung, aus ihm herausgedrückt werden würden, wie das schwarze Öl,
welches ich gesehen hatte.

Donnerstagnachts besuchte ich mein Haus in Gestalt einer Taube. Ich sah
meine Familie und Freunde den Quran rezitieren, religiöse Vorlesungen
anhören und gutes Essen zu sich nehmen. Ich war traurig, als ich sah,
dass dies nur aus Traditionsgründen gemacht wurde. Keine Bedürftige oder
würdige Person wurde eingeladen. Auf welche Art sollte mir dieses Essen
helfen?

Als ich zum Grab zurückkehrte, sah ich Hadi mit einem Tablett voller
süßer Apfelstücke. "Woher kommt das?", fragte ich ihn. "Jemand
rezitierte aufrichtig die Fatiha neben deinem Grab und Allah hat dich
dafür hiermit belohnt.", antwortete er. Danach hat er mich über andere
gute Neuigkeiten informiert. "Der Sohn des Imams, dessen Grab du besucht
hast und die religiösen Gelehrten, an die du in deinen Nachtgebeten
gedacht hast, sind gekommen, um dich zu besuchen."

Plötzlich kamen diese Gäste an, in mitten von ihnen waren Hazrat Abbas
und Hazrat Ali Akbar. Ihre majestätischen Gesichter waren sehr hell
leuchtend und sie trugen einen Kampfhelm, ein Schutzschild, ein Schwert
usw., als ob sie sich für einen Kampf vorbereitet hätten. Hazrat Abbas
sprach zu mir: "Deine Erinnerung an meinen Vater Imam Ali (ع) war deine
Erlösung. Du wurdest freigesprochen und dir wurde vergeben." Nach
einigen Gesprächen sind die Gäste wieder gegangen.

Es wurde Zeit weiter zu laufen. Kaum hatte ich meine Tasche mit meinen
Taten aufgehoben, begann ich schon entlang des Weges zu laufen, den mir
Hadi gezeigt hatte. Nachdem ich eine kleine Strecke hintergelegt hatte,
fing ich an mich ein wenig müde und durstig zu fühlen.

An diesem Ort gesellte sich eine hässliche
Person namens "Abu Lahaw" zu mir. Er sagte mir: "Sie nennen mich
"Ignoranz". Mein Beiname ist "Eigensinn". Mein Familienname ist "Abu
Lahaw" (Vater der Zeitverschwendung). Mein Ziel ist es, Schaden
anzurichten, Leute irrezuführen und sie dazu zu bringen, vom rechten Weg
abzukommen.“

Er gab (verlockte mich) mir einen "kurzen Hieb" und ich verließ meinen
ursprünglichen Weg. Dieser Weg war noch schwerer, voll mit schmutzigen
Graben, mit Dornen überseht und mit vielen Schlangen und Skorpionen.
Die unerträgliche Hitze machte mich sehr durstig, jedoch mein Gefährte
lachte und schien meinen Zustand zu genießen.

An einem offenen Abgrund sahen wir ein paar Wassermelonen, welche er
mit Genuss aß. Er bat auch mir welche an. "Es ist das Eigentum von jemand
anderem und von daher ist es nicht richtig, es ohne Erlaubnis zu
essen.", sagte ich. Jedoch brachte er mich erneut in Versuchung, indem er
sagte: "Sei nicht so pflichtgetreu." Der Quran sagt: "Wer auch immer in
Bedürftigkeit geriet, ohne Verlangen noch die Grenzen überschreitend...“
Ich fiel wieder in seine Falle und biss in die Frucht. Zu meinem
Entsetzen war es so bitter, dass dadurch mein Mund und mein Hals
schmerzten. "Wassermelone des Satans und der Ignoranz", dachte ich mir.

Plötzlich wurden wir von einem Hund und dem Wächter des Landes
angegriffen. Ich wurde heftig geschlagen, da ich ohne Erlaubnis auf
fremdem Eigentum war. Während der Zeit erreichte ich den wahren Weg,
jedoch war ich in einem schlimmen Zustand. Abu Lahaw, welcher den
Schlägen entwischte, lachte und genoss es, mich schreien und nach Hadi
um Hilfe rufend zu sehen. "Der Keim dieses Leides wurde von dir selbst
auf Erden geschaffen", schrie er.

Nach weniger Zeit erreichte ich eine offene, lebhafte und hell
leuchtende Stadt. Ich bat den Wächter darum mich von Abu Lahaw zu
befreien. Er antwortete jedoch: "Abu Lahaw ist untrennbar von dir, genauso
wie dein Schatten. Aber er kann nicht in die Stadt des Lichtes
eintreten. Doch wenn du morgen wieder aufbrichst, wird er dich wieder
begleiten.

Ich verbrachte die Nacht an diesem Ort. Es war wunderschön und ich habe
einige alte Bekanntschaften getroffen. Wir waren fröhlich in
Gesellschaft mit den besten der Menschen, Essen und guter Bedienung. Wir
dankten Allah (swt), dass er uns für unsere kleinen Taten auf Erden so
reichlich belohnte.

Am nächsten Tag bin ich weiter gegangen. Nach halbem Weg sah ich zu
meinem Schrecken Abu Lahaw sich mir nähern, wie ein schwarzer Nebel. Der
Offizier vom Dienst sah das und sagte: "Abu Lahaw ist das Gesicht deiner
schlechten Taten, wie z.B. Ungerechtigkeit, Stolz, Verlangen, Wut usw.
usf. Wenn du auf Erden nicht davon losgekommen bist, wie sollst du dann
jetzt davon loskommen?"

Ich lief weiter mit Abu Lahaw an meiner Seite. Schon bald hatten wir
einen Berg erreicht, welcher einen tiefen Graben an der Seite hatte. Abu
Lahaw verlockte mich dazu darauf zu klettern. Ich akzeptierte und zu
meiner großen Überraschung, erwies es sich als sehr schwer und
gefährlich. Verschiedene Male rutschte ich aus und verletzte mich dabei,
fast in den Graben zu fallen. Abu Lahaw lachte und sagte. "Er, der stolz
ist in dieser Welt, dem wird Allah den Rücken brechen, und Er, der
versucht höher als andere zu sein, den wird Allah die Nase in Staub
reiben." Du hast all das schon gelesen (im Quran), jedoch nie danach
gehandelt.

Nach weniger Zeit erreichte ich einen Garten mit einem Weiher, an dem
Leute saßen und Früchte aßen. Sie grüßten mich und luden mich ein: "Wir
fasteten an dem Zeitpunkt unseres Todes; gegen Abu Lahaw ist deine
Verteidigungswaffe die Überwachung derjenigen, die du über dein
Verlangen gelehrt hast in deinem Leben."

Der Nächste Teil der Reise war einfach zu durchlaufen. Da waren Bäume
gefüllt mit Früchten an beiden Seiten und ein Fluss, welcher entlang
fließ. Es war, als hätten wir die Schönheit Gottes erblickt.

Ich erreichte den nächsten Ort, ohne mich
müde zu fühlen. Ich erblickte einen getrennten silbernen und goldenen
Platz für mich reserviert, um da zu halten. Die Diener waren hübsch und
mit guten Manieren und achteten für mich auf jede Bequemlichkeit.

Bei Einbruch der Nacht wurde der Platz beleuchtet. Ich realisierte auf
einmal, dass dieses Licht von dem Baume Muhammads und seiner Ahlulbayt
stammte und diese Stadt für denjenigen war, der sie liebte. Ich dankte
Allah (swt) für Seine Gnade und seine Barmherzigkeit und dankte Muhammad
und seiner Ahlulbayt, dass sie uns auf den Geraden Weg geführt haben.

Am nächsten Morgen ging ich weiter. Wieder war der Weg einfach und
wunderschön mit üppigen grünen Bäumen, kühlem Wasser in den Flüssen und
angenehmen Windstößen.

Außerhalb der Stadt wurde der Weg
eng und steinig. Plötzlich erschien Abu Lahaw neben mir und versuchte
mich dazu zu bringen, einen anderen Weg als "Abkürzung" zu nehmen, aber
ich blieb auf dem gleichen Weg, ohne Vertrauen in ihm und da ich schon davor
unter seinen Händen gelitten hatte. Wie Imam Ali (ع) schon sagte: "Den zu
prüfen, den du schon mal geprüft hast (und durchgefallen ist) ist dumm."

Nach einer kurzen Zeit erreichten wir wieder den guten Weg und waren
gleich am nächsten Ort. Hadi traf mich am Tor. Wir begrüßten und
umarmten uns. Er sagte: "Denke nicht, dass du so sicher vor Abu Lahaw
sein wirst, wie jetzt. Er hat mächtige Waffen der Täuschung und ich kann
dich nur vor Abu Lahaws Täuschung warnen, deswegen sei sehr vorsichtig,
damit du jetzt nicht auf irgendwelche Fallen reinfällst. Heute ist
Freitag, geh und besuche deine Familie und schau ob sie irgendwelche
guten Taten in deinem Namen getan haben."

Ich besuchte erneut meine Familie. Was ich da sah, machte mich traurig.
Meine Familie ging durch harte Zeiten, ohne dass sich jemand um sie
kümmerte. Ich betete: "O Allbarmherziger, habe Mitleid mit meiner
Familie und mir, da du der Herr von allem bist." Dann habe ich gemerkt,
dass meine Familie ebenso für mich gebetet hat und weinte in Erinnerung
an die guten Zeiten, die sie zu meiner Lebzeit hatten.

Als ich zurückkehrte, sah ich ein starkes Pferd neben Hadi stehen.
"Deine Familie betete für dich und Allahs Segen hat dich in dieser Form
erreicht. Du wirst dieses Pferd für deine nächste Reise brauchen", sagte
er. "Außerdem wurden die Gebete für deine Familie erhört und von nun
an, werden sie in Behaglichkeit und Wohlsein leben."

Ich kehrte zu meinem Zimmer zurück und war
angenehm überrascht eine
wunderschöne junge Frau zu sehen. Ihre Augen glänzten und ihr
leuchtendes Gesicht schien das ganze Zimmer zu beleuchten. "Diese junge
Frau wurde mit dir verheiratet und extra für diese Nacht vom Berge des
Friedens geschickt", sagte Hadi und verließ uns.

Am nächsten Morgen mit einem Stock und einem
Schwert bewaffnet, stieg
ich auf das Pferd und ritt los. Das Gebiet war sandig und schlüpfrig.
Ich sah affenartige Geschöpfe, wobei ich realisierte, dass diese
tatsächlich zuvor Menschen gewesen waren. Sie hatten weder Schwänze noch
Haare und liefen auf zwei Beinen. Eiter und Blut strömte aus ihrem
Geschlechtsbereich, begleitet von einem schlimmen Gestank. "Das ist das
Land der Lust und des Verlangens", sagte Hadi, "Diese Leute waren
Ehebrecher. Hüte dich davor, vom rechten Weg abzukommen oder es könnte
dein Ende sein."

Danach sah ich Leute, Tieren ähnlich, welche mit riesigen Eisennägeln an
ihren Geschlechtsorganen an der Wand hingen. Einige wurden auch
gepeitscht und schrieen vor Schmerzen. Hadi informierte mich, dass diese
Leute in verschiedenen, verbotenen, sexuellen Vergnügungen nachsichtig
waren.

Plötzlich tauchte Abu Lahaw auf und versuchte mich in einen angrenzenden
Weg zu locken. Entschlossen folgte ich jedoch Hadis Rat und lief den
rechten Weg entlang, denn die Erlösung liegt nur darin, dem rechten Weg
zu folgen.

Nachdem wir weiter geritten
sind, habe ich gemerkt, dass der Boden erschütterte und der
Wind tobte und der Himmel sich verdunkelte. Es herrschte ein
Sturm aus Steinen. Überall um mich herum sah ich Leute,
welche den Anweisungen ihres Abu Lahaw's folgten und in den
Sumpf fielen oder gegen einen aus dem Himmel fallenden Stein
stießen. "Diese Leute waren homosexuell." Sagte Haadi. "Lass
uns nun schnell weg gehen von hier, sonst könnte dir das
gleiche Unheil zustoßen."

Wir reisten lediglich einige
Meilen und sahen uns schon an einem anderen Ort. Ich dankte
Allah und reiste weiter.

Plötzlich kam der verfluchte
Abu Lahaw an. Mein Pferd wurde scheu bei seinem Anblick und
ich fiel zu Boden. Ich wurde schwer verletzt. Hadi kam und
half mir hoch. Ich klagte bitterlich: "Wann immer du gehst,
so kommt Abu Lahaw um Schaden anzurichten." Er antwortete:
"Nein, ich gehe immer wenn Abu Lahaw kommt, das passiert
aufgrund deiner schlechten Taten auf der Erde."

Vor uns war ein weiteres Land der
Verlangen. Hier waren Leute, die schwermütig aßen. Diejenigen, die sich
mit halal Essen überaßen, hatten Gesichter wie Affen und Kühe.
Diejenigen, die nicht halal Essen aßen, hatten Gesichter wie Schweine
und Bären mit riesigen Bäuchen und dünnen Beinen. Sie wurden
verschiedene Male bestraft. Es schien, als wären ihre Bäuche mit Feuer
gefüllt.

Wir liefen schnell weiter und schon bald erreichten wir ein verlassenes
Haus in einer einsamen, leeren Gegend. Einige andere Reisende waren
auch da und aßen aus ihrer Tasche. Als meine Körperglieder immer noch
schmerzten, nahm Hadi eine Salbe und plötzlich verschwand der Schmerz. "Hadi,
was für ein Medikament ist das?", fragte ich. "Das ist der Dank und das
Preisen Allahs, das du für deine Geschenke ausgesprochen hast, mit
denen du gepriesen wurdest."

Am nächsten Tag warnte mich Hadi, dass ich jetzt Zeuge der Strafen
werde, welche ich mit der Zunge begangen habe, und riet mir
Wasser und ein Schutzschild mitzunehmen. "Deine Fastentage auf der
Erde werden jetzt dein Schild sein, das dich beschützen wird vor dem
Höllenfeuer. Auf dem Weg sahen wir verschiedene Tiere, welche bösartig
gegeneinander kämpften. Andere aßen sogar das Fleisch der tot
daliegenden Körper. Sie waren sehr durstig und Feuer spie aus ihren
Mündern und Ohren! Dies sind die Verleumder und ihre Verwandten, die
Lügner, Betrüger und diejenigen, die sich über die Gläubigen lustig
machten", sagte Hadi.

Danach kamen wir in die Nähe eines Gartens mit Fruchtbäumen. Plötzlich
realisierte ich, dass sie brannten! "Was ist hier passiert?", fragte
ich. "Das ist der Garten, der durch das Preisen und Gedenken Allahs der
Gläubigen erschaffen wurde. Jedoch wenn diese Gläubigen logen,
nachsichtig verleumdeten oder beleidigten, fing der Garten an zu
brennen. Das sind ihre guten Taten, die aufgrund ihrer Sünden
unbrauchbar wurden."

Freitag Nacht ging ich erneut zu mir nach Hause als Gestalt eines
Vogels. Meine Kinder pflückten die Früchte von dem Baum ab, auf dem ich
saß. "Unser Vater hat diese Früchte gepflanzt und wir genießen seine
Früchte. Möge Allah ihn segnen". Sie wiederholten diese Worte und
rezitierten dann die Sure ad-Dukhan und die Sure Dahr. Ihre Gebete
erfreuten mich und ich fing an ebenfalls für sie zu beten und kehrte zu
meinem eigentlichen Aufenthaltsort zurück.

Als ich zurückkam, stand mein Pferd bereit. Hadi zeigte mir zwei
Geschenke. Das eine war von Sayyida Fatima az-Zahraa (ع) und das andere
war von Imam Ali (ع) als Belohnung für die zwei Suren, die meine
Kinder für mich rezitiert hatten. "Wenn die Zeit gekommen ist, in der du
die Geschenke benötigst, werden sie sich von selbst öffnen", erzählte
mir Hadi.

Nach kurzer Zeit, erreichten wir das Land der Gier und des Geizes. Da
sahen wir Leute mit Gesichtern wie Hunde, welche gegen einander kämpften.
Einige aßen tot daliegende Körper und
Feuer kam aus ihren Hinterteilen. Hadi informierte mich: "Diese Leute
nahmen oft Bestechungsgeld und unterschlugen oder klauten Geld welches
eigentlich Waisen gehörte."

Danach traten wir ein in das Land der Eifersucht. Ich sah wie sich
riesige Roboter ähnliche Kreaturen uns näherten. Plötzlich tauchte Abu
lahaw auf. Mein Pferd wurde wieder scheu und warf mich zu Boden. Abu
Lahaw schrie vor Lachen: "O du Narr, nenn mir einen der frei von
Eifersucht ist. Du wirst nie aus dieser Mienenfalle raus kommen."

Ich war sauer und fing an ihn zu bekämpfen, aber er war stärker als ich
und überwältigte mich. Ich schrie nach Hilfe: "Ya Ali Madad!"

Unverzüglich drehten sich die Roboter artigen Kreaturen um. Abu Lahaw
versuchte auszuweichen jedoch fiel er unter die Reifen eines Roboters.
Das war meine letzte Begegnung mit ihm!

Als ich aufstand, fingen Hadi und ich an schnell wegzulaufen. "Hadi, es
sieht so aus, als wäre Abu Lahaw tot", sagte ich. "Nein", antwortete Hadi,
"Abu Lahaw stirbt nie, jedoch wird er dir jetzt nicht mehr näher kommen,
wenn wir weit weg vom Tal der "Barhoot" sind. Vor uns werden Leute für
ihre Arroganz und ihren Stolz bestraft, aber da du dich vor diesen Dingen
zu deiner Lebenszeit gerettet hast, wirst du keine Probleme bekommen."

Es wurde angenehm, als wir weiter liefen, mit kühlen Winden, Bergen,
grünen Landschaften und Wasserfällen. Zahlreiche Zelte wurden dann
auf einmal sichtbar." Das ist das Tal des guten und das heilige Land und
du wirst hier einige Tage bleiben", sagte Hadi.

Einige Besucher erschienen und Hadi sagt mir, ich solle mit ihnen gehen:
"Geh mit ihnen zum Zelt. Du wirst da alte Freunde finden."

Als ich
eintrat, begrüßte mich eine wunderschöne, junge Frau. Wir setzten uns und
wurden von einem hübschen jungen Burschen bedient. Sie sprach mit mir
über religiöse Angelegenheiten. Ihr vieles Wissen beeindruckte mich. "Ich
wurde in der heiligen Stadt von Medina erzogen und wurde von Sayyida
Fatima (ع) gelehrt, welche wie ihr Vater, selbst eine Stadt des Wissens
und der Reinheit ist", erzählte sie mir.

Danach gingen wir in den Wald spazieren. Wenn ich einem Baum näher kam,
krümmten sich die Äste zu mir, sodass ich leichter an die Früchte
herankam. Die Früchte waren süß und frisch und es machte keinen
Unterschied, wie viel ich davon aß. Stimmen sprachen aus den Bäumen zu
mir, ich könne essen was ich wolle.

Als ich zurück in die Zelte kam, begrüßte mich Hadi, bereit für die
weitere Reise. Wir reisten ab begleitet von Freunden und Engeln. Schon
bald erreichten wir einen Berg umgeben von dunklen Wolken, welche Funken
ausströmten. Wir konnten außerdem Donner in der Entfernung hören. Die
Engel schrieen auf einmal: "Es gibt keine Kraft außer in Allah"

Wir bestiegen den Berg und sahen hinunter. "Das ist der Berg von Barhoo",
sagten de Engel, "und diese Funken, welche Pfeilen, Speeren und Schwertern
gleich waren, sind in Wirklichkeit Flüche, welche die Gläubigen auf die
Feinde der Ahlulbayt gesprochen haben und diese zerstören ihre
Scheiben."
Wir konnten diese glühenden Pfeile sehen, wie sie zahlreiche Leute im
Tal trafen und wie sie ihnen nicht entweichen konnten. Sie beklagten
sich und die Geräusche klangen wie bellende Hunde! Jeder von uns
verfluchte die Feinde der Ahlulbayt. So wurde der Pfeilregen noch
heftiger.

Das Verderben der Feinde der Ahlubayt
erfreute mich und machte mich zufrieden. Wir führten unsere Reise fort
und sagten dabei: "O Allah! Bestrafe sie so sehr, dass selbst die Höllenbewohner
sich wünschen würden, sie wären frei." |