Eine Analyse zur Musik im Islam

– angelehnt an einen Vortrag von Sayyed Ammar Nakshawani

Und unter den Menschen gibt es solche, die leeres Gerede vorziehen, um (Menschen) ohne Wissen von Allahs Weg hinweg in die Irre zu führen, und um damit Spott zu treiben. Solchen (Menschen) harrt eine schmähliche Strafe. (31.6)

Das Thema „Musik“ ist heutzutage eines der wichtigsten Themen weltweit und Teil einer Milliarden Dollar Industrie, die sich weltweit verbreitet. Aus dem Grund ist es ein Thema, welches eine genaue Untersuchung verlangt, um die vielen verschiedenen Gesichtspunkte zu betrachten und die Sichtweise des Islams diesbezüglich zu erforschen. Tatsächlich ist es ein Thema, worüber oft Fragen gestellt werden und daher ist es eine Angelegenheit, die eine Antwort erfordert, so dass die Stellungnahme des Qurans und der Ahl-ul-Bayt in Bezug auf die Musik verständlich wird. Wenn man nun ankommen möchte und das Thema „Musik“ erforschen möchte, so wird man erkennen, dass wir in jeder Situation unseres Lebens mit der Musik in Kontakt treten. Wenn wir zu einem Treffen in ein Restaurant gehen, so wird dort Musik im Hintergrund abgespielt, wenn wir zum Flughafen gehen, so wird dort Musik im Hintergrund abgespielt, wenn wir in ein Einkaufszentrum gehen, so wird dort Musik im Hintergrund abgespielt. So gut wie jeder Radiosender auf dieser Welt spielt Musik ab und selbst die Nachrichten (z.B. im Fernsehn) werden von einer Hintergrundmusik begleitet.

Daher ist die Musik eine Wirklichkeit, mit der wir in jedem Moment unserers Lebens konfrontiert werden. Es geht so weit, dass wenn eine Person z.B. das Wort „Musik“ in Google eintippt, man mehr als eine Milliarde Seiten findet, die einen Bezug zur Musik haben. Wenn Google so viele Treffer anzeigt, dann bedeutet es, dass die Musik ein sehr wichtiges Thema ist und man es als eines der wichtigsten Themen weltweit heutzutage betrachten muss, denn es ist ein Thema, das sowohl die Jugendlichen als auch die Älteren anspricht und betrifft. Wenn wir die Fernsehsender heutzutage betrachten, so werden wir sehen, dass es manche Sender gibt, die sich speziell nur der Musik widmen, wie beispielsweise MTV oder ähnliche Kanäle und MTV wird von Millionen angeschaut. Sie zeigen nicht nur die Lebensituation der Sänger, sondern auch die Gewohnheiten der Sänger, die Bewegungen der Sänger, die Häuser der Sänger usw. usf.

Und es gibt ebenfalls Fernsehsender, die Musik-Shows haben wie z.B. Deutschland sucht den Superstar, X-Faktor, Popstars usw. Mit diesen Shows wird versucht den besten Sänger Deutschland weit zu finden. Und so gehen talentierte Leute zu dieser Sendung mit schönen Stimmen und manche mit grässlichen Stimmen. Manche werden reich und bekannt, manche nicht. Und so sieht man heutzutage viele von uns, die solche Sendungen interessieren und mit Spannung verfolgen. Es gibt viele verschiedene Musikrichtungen mit ihren bekannten Sängern und Bands und so sieht man, dass es insgesamt sicherlich Milliarden verkaufte Tracks gibt. Die Musik hat in den vergangenen 40-50 Jahren so eine große Rolle gespielt, dass sie zur größten Industrie weltweit geworden ist. Und das ist der Grund, weshalb man sieht, dass die Medien jeden einzelnen Schritt der Musiker mit verfolgen.

Wenn sie sprechen, hört man etwas darüber, wenn sie laufen hört man etwas darüber, und wenn sie andere Dinge machen, wie z.B. ihre Haare rasieren, wenn sie Frauen sind, so hört man auch etwas darüber. Und wenn man sich dann hinsetzt und die Leben dieser Musiker erforschen möchte, so ist es wichtig, dass man den Lebensstil dieser Menschen untersucht, wieso? Die Realität ist, dass wenn unsere Jugendlichen und die älteren Menschen sich solche Musik anhören, so ist es wichtig, dass wir den Lebensstil solcher Menschen kennen, so dass wir fähig sind ihren Lebensstil mit dem Lebensstil der heiligen vierzehn Reinen (ع) zu vergleichen. Denn die Realität ist, dads wenn wir den heiligen Unfehlbaren so nah kommen wollen wie möglich, wir den guten Wörtern lauschen müssen. Und wenn wir dann den Lebensstil solcher Musiker erforschen, so werden wir sehen können, wie die Musik ihr Leben beeinflusst hat.

Zu den bekanntesten weiblichen Sängern heutzutage gehört z.B. eine Frau namens Britney Spears, es ist ein bekannter Name. Man sieht sie immer wieder in den Nachrichten. Ihre Musik scheint ihr irgendwie nicht zu helfen. Die Worte, die sie singt, scheinen ihr irgendwie nicht zu helfen, wenn es z.B. um ihr Kind geht, oder ihren Ehemann oder ihren rasierten Haaren. Wenn man sich ihren Lebensstil anschaut, sieht man dann, dass die Musik einen wirklich guten Einfluss auf ihr Leben hatte? Wenn es wirklich so wäre, dann wäre sie die friedlichste und liebevollste Person in der Welt heutzutage. Aber die Wirklichkeit ist, dass die Musik ihren Lebensstil anscheinend beeinflusst hat und es ist unmöglich, dass ein Mensch mit Talent in Depressionen verfällt. Das ist nur ein kleines Beispiel. Wenn man dann Menschen hört, die solche Persönlichkeiten lieben und sie nachahmen und sie als Vorbilder sehen und zu tausenden zu deren Konzerte strömen, so wird man sehen, dass die Welt der Musik eine Welt ist, die sehr viele beeinflusst.

Allerdings muss man sagen, dass es nicht nur die Welt der westlichen Musik ist. Wenn wir z.B. zu den Arabern gehen, so werden wir sehen, dass die Araber ihre Musiker, wie z.B. Haifa Wahbi, Nancy ‚Ajram usw. meist mehr verehren als die Leute im Westen ihre Musiker verehren. Wenn man in die Cafés in Libanon z.B. geht, so wird man nicht viel Quran hören, sondern stattdessen die Lieder dieser Sänger. Hier sieht man, dass manche Personen, wie z.B. in Ägypten den Musiker Abdil-Halim Hafez so sehr verehrt haben, dass als er starb, es viele Selbstmordfälle gab. Eine Person erreicht so ein Level, dass wenn ein Musiker stirbt, er bereit ist Selbstmord zu begehen.

Selbst in unseren eigenen Reihen passiert es, dass manch einer mehr Kenntnis über Liedtexte aus Bollywood hat und mehr Texte auswendig kann, als Verse des heiligen Quran und das ist eine Tatsache und stellt ein Zeichen dieser Zeit dar. Und daher sieht man vor allem auch bei Hochzeiten ein großes Problem das heutzutage auftaucht. Die Frage ist: wie kann man eine friedvolle Hochzeit gestalten, die gleichzeitig spaßig ist? Bei vielen Anhängern der Ahl-ul-Bayt heutzutage gibt es zwei Arten von Hochzeiten. Erstmal gibt es die Hochzeit für religiöse Verwandte und Bekannte, in der keine Musik abgespielt wird. Es ist meistens die langweilige Hochzeit, die wenig Action hat. Und dann gibt es noch eine zweite Hochzeit, das ist die schönere, die lustigere, die spaßigere, in der Musik abgespielt wird. Manchmal ist es auch so, dass die Braut keine Musik anhört normalerweise. Aber was ist wenn ihre Freundinnen zur Hochzeit kommen? Was sollen sie sagen? Sie werden keinen Spaß haben und über sie hinter ihrem Rücken reden. Und so sehen wir, dass wir heutzutage unseren Töchtern erlauben Musik auf ihren Hochzeiten abzuspielen. Und es gibt sogar einen Fall, bei dem eine Frau sagte, dass wenn keine Musik auf ihrer Hochzeit abgespielt wird, sie diese Person nicht heiraten wird.

Wenn wir nun also das Thema „Musik“ behandeln, so gibt es verschiedene Stufen, die behandelt werden müssen. Warum? Weil die Fragen, die von unseren Jugendlichen heutzutage am meisten gestellt wird ist: wieso ist Musik haram? Oder: ist Musik haram oder nicht? Und wenn wir solch eine Frage behandeln wollen, so gibt es einige Stufen, die ich gerne ansprechen möchte:

Erstens: Was ist das Motiv oder die Absicht hinter solchen Fragen?
Zweitens: Was ist das Recht unserer Ohren im Islam?
Drittens: Was ist die Meinung unserer anderen Geschwister im Islam, wenn es um Musik geht?
Viertens: Was sagt der Quran über die Musik und welche Verse beziehen sich darauf?
Fünftens: Was sagen uns die Überlieferungen über die Meinung der Ahl-ul-Bayt (ع) über die Musik?
Sechstens: Wie war der Lebensstil der Leute am 10. Muharram und jener die im Palast in Damaskus saßen?

Erstens: Was ist das Motiv oder die Absicht hinter solchen Fragen?

Wenn eine Person die Frage stellt: Ist Musik haram oder nicht? So gibt es normalerweise drei Motive oder Absichten die hinter einer Frage stecken können. In der Zeit von Rasul Allah (ص), als die Menschen ihm Fragen stellten, gab es drei Absichten hinter ihren Fragen. Eine Gruppe von Menschen, wenn sie Fragen stellten, so war ihre Absicht, dass sie lernen wollten, nach dem Motto: egal welche Antwort du mir gibst, ich werde sie zu einem Teil meines Wissens machen und akzeptieren. Dann gibt es noch eine zweite Gruppe von Menschen, die nur fragen um sich lächerlich zu machen. Sie stellen ihre Fragen und bei der Antwort hören sie nicht mal zu, sie wollen sich nur lächerlich machen. Die Dritte Gruppe, wenn sie eine Frage stellt, so ist ihre Absicht, dass sie hoffen, dass du ein Gesetz oder eine Regel umänderst durch die Beantwortung (der Frage).

Schauen wir zu Rasul Allah (ص). Wenn eine Person nun wirklich lernen wollte und dem Propheten eine Frage stellte, so wird sie im Quran mit dem Wort „yas’alunaka“ angesprochen, denn „Frage“ bedeutet auf arabisch „su’al“ und daher, wenn die Menschen dem Propheten eine Frage stellten, so gab es eine Gruppe, deren Absicht es war zu lernen. Zum Beispiel sagt der Quran: „Yas’alunaka ‚anil sa’a“ – „Sie befragen dich über den Tag des jüngsten Gerichts“ oder „Yas’alunaka ‚an Thul Qarnain“ oder „Yas’alunaka ‚anil ruh“. usw. Der Quran hat immer aufgezeigt, dass es eine Gruppe gab, die Fragen stellte um zu lernen. Die zweite Gruppe wollte sich nur über den Propheten lustig machen. Sie interessierte die Antwort gar nicht, sie machten sich nur über ihn lustig. Und die Dritte Gruppe hat dem Propheten Fragen gestellt, deren Antwort sie bereits kennen, jedoch sie haben ihn gefragt mit der Hoffnung, dass er auf so eine Art und Weise antwortet, dass es möglich ist es anders zu interpretieren.

Oft ist es so, dass wir z.B. Antworten in den Büchern des Fiqh unserer Gelehrten lesen, aber trotzdem nochmal nachfragen und nachhaken mit der Hoffnung, dass wir doch eine Ausnahme finden und uns irgendwie davon freisprechen können. Zum Beispiel kam einmal eine Gruppe zum Propheten und sagte zu ihm: „Oh RasulAllah, wir sind zum Islam konvertiert, aber ist es uns trotzdem weiterhin erlaubt Alkohol zu trinken und unsere Götzen nur an einem Freitag anzubeten?“ Und so sagte ihnen der Prophet: „Wenn ihr euch erhofft, dass ich die Gesetze Allahs umändere, so werde ich sie nicht umändern und wenn ihr zum Islam konvertiert, so müsst ihr euch an alle Gesetze Allahs halten.“

Nun, wenn es um das Thema Musik geht, so gibt es auch hier drei Arten von Menschen, die diese Frage stellen. Eine Gruppe stellt die Frage ob Musik haram sei mit Aufrichtigkeit und sie möchte wirklich Beweise dafür aus dem Quran und den Ahadith haben. Eine zweite Gruppe möchte sich nur lächerlich machen. Sie kennen die Antwort aber sie wollen sich lustig machen über die Person, welche antwortet. Und dann gibt es noch eine dritte Gruppe, die sehr interessant ist unter den Anhängern der Ahl-ul-Bayt. Sie fragen: ist Musik haram? Und sie hoffen dass du so antwortest, dass sie es interpretieren können wie sie wollen und dann am Tag der Auferstehung dir die Verantwortung auftragen können.

Zweitens: Was ist das Recht unserer Ohren im Islam?

Wenn wir uns nun mit dem Thema beschäftigen ob die Musik haram ist oder nicht, so müssen wir es von verschiedenen Gesichtspunkten betrachten und der erste Gesichtspunkt ist das Recht der Ohren im Islam. Nun könnte jemand denken: was meint man mit dem Recht der Ohren? Imam Zain ul-Abideen (ع) hat ein wundervolles Werk namens „Risalat al-Huquq“
(Abhandlung über Rechte). Es ist so ein hervorragendes Werk, dass wenn die Schia der Ahl-ul-Bayt es nicht liest, sie sich schämen müssen, denn in diesem Werk beschreibt der Imam 50 Rechte des Menschen. In der ersten Kategorie spricht er von den Rechten Allahs, dann über die Rechte der Augen, über die Rechte der Zunge, über die Rechte der Hände und schließlich auch über die Rechte der Ohren. Wieso? Weil jeder einzelne Teil unseres Körpers ein Segen von Allah (swt) ist. Und da jeder Teil unseres Körpers ein Segen ist, haben wir eine gewisse Verantwortung dem gegenüber, denn diese Körperteile haben Rechte über uns. Wir haben eine gewisse Pflicht und unsere Pflicht ist es den Segen zu bewahren.

Wenn man sich nun die Ohren der Menschen anschaut, so sieht man, dass die Ohren eine der segensvollsten Erschaffung Allahs ist. Allein wie das Ohr aufgebaut ist, und wie wir es schaffen überhaupt etwas zu hören, wie die Schwingungen die in unserem Ohr auftreten durch Geräusche, die dafür sorgen dass Signale an unser Gehirn gesendet werden usw. und wie der Mensch nur durch die Gehörknöchelchen sein Gleichgewicht findet und wenn sie beschädigt sind kein Gleichgewicht mehr findet. Und so sehen wir, dass Allah (swt) der Gnade des Hörens eine höhere Stufe zuschreibt als der Gnade des Sehens, denn es gibt viele Verse im Quran, welche die Ohren vor den Augen setzen.

Zum Beispiel, wenn Allah (swt) über die Ungläubigen spricht, so sagt Er: „Sie sind Menschen, deren Herzen, Ohren und Augen Gott versiegelt, und sie sind die Unachtsamen“ (16:108)

Oder: „Sie sind dem wahren Glauben so verschlossen, als wären ihre Herzen und Ohren versiegelt und ihre Augen verdeckt.“ (2:7)

Oder: „Wenn sie dort angekommen sind, werden ihre Ohren, ihre Gesichter und ihre Haut Zeugnis ablegen von den Untaten, die sie begangen haben.“ (41:20)

Das bedeutet, am Tag der Auferstehung werden unsere Ohren über das Zeugnis ablegen, was wir gehört haben. Wieso? Weil der vierte Imam (ع) sagt: „Wisse, dass das Recht deines Gehörs ist, dass du weißt, dass es der direkte Weg zum Herzen ist.“ Daher gewöhne es an Gutes, denn das Gute, woran man sich gewöhnt, wird im Herzen verankert. Denn das, was wir uns anhören, ist entweder gut oder schlecht. Wenn ich etwas gutes höre, z.B. Quran, und das Ohr der direkte Weg zum Herzen ist, so bedeutet es, dass der Quran in meinem Herzen dadurch verankert wird. Wenn ich Dua höre und das Ohr der direkte Weg zum Herzen ist, so bedeutet es, dass der Dua in meinem Herzen dadurch verankert wird. Genau so ist es jedoch auch mit dem schlechten. Wenn ich z.B. Verleumdungen anhöre oder Geläster, Lügen usw. so wird das alles in meinem Herzen verankert und das ist der Grund, weshalb wenn Allah (swt) über das Ohr spricht, er den Ohren eine höhere Stellung gibt als den Augen. Wieso? Weil das Ohr für den Menschen wichtiger zu sein scheint als das Auge. Warum?

Wenn wir uns das Ohr anschauen, so werden wir sehen, dass wir mit dem Ohr viele verschiedene Frequenzen hören können. Zwischen der höchsten und der niedrigsten Frequenz liegen tausende Grade. Jedoch mit unserem Auge können wir nur ein kleines Spektrum wahrnehmen. Wir können kein Ultraviolett mit den Augen wahrnehmen, kein Infrarot usw. Jedoch mit den Ohren können wir viele verschiedene Geräusche wahrnehmen. Ebenso kann das Auge schnell Schaden erleiden, z.B. wenn man offen in die Sonne blickt, jedoch das Ohr nicht, es ist geschützt. Das Auge kann ebenso nur einen kleinen Bereich betrachten, man kann z.B. nicht hinter seinen Rücken schauen, jedoch mit dem Ohr kann man alle Geräusche in einem Zimmer wahrnehmen, ob vor oder hinter einem. Und das ist der Grund, weshalb der Imam sagt, dass es das Recht unserer Ohren ist, dass wir wissen, dass sie der direkte Weg zu unserem Herzen sind. Das was du dir anhörst wird sofort in deinem Herzen verankert. Das ist auch der Grund weshalb der Quran sagt: es gibt keine zwei Herzen in einem Körper.

Entweder du hörst dir das an, was Allah zufriedenstellt oder du hörst dir das an, was Allah erzürnt. Du kannst nicht beides gleichzeitig anhören, denn der Quran sagt es kann keine zwei Herzen in einem Körper geben. Und so ist es wichtig, dass wir an erster Stelle in unserer Analyse verstehen, dass das Recht der Ohren ist, dass sie der direkte Weg zum Herzen sind, dass das was man sich anhört im Herzen verankert wird.

Drittens: Was ist die Meinung unserer anderen Geschwister im Islam, wenn es um Musik geht?

Schauen wir uns nun die verschiedenen Ansichten der Rechtsschulen im Islam über die Musik an. Was unsere sunnitischen Geschwister betrifft, so sind sie sich alle einig darüber, dass Musik haram ist. Abu Hanifa z.B. hatte eine sehr strenge Meinung über die Musik, so dass er sagte:
„Wenn du in einem islamischen Staat an einem Haus vorbeiläufst in dem Musik gespielt wird, so kannst du das Haus überfallen und die Musik aus diesem Haus entfernen.“

Abu Hanifa war so streng, was die Musik betraf, dass er es einem als Ausnahme erlaubte in ein Haus ohne Erlaubnis zu stürmen und die Musik zu entfernen. Und auch Malik ibn Anas ging in seinen Gesetzen bzgl. der Sklaverei soweit, dass er sagte: „Wenn du einen Sklaven freikaufst und du siehst, dass es ein Sänger ist oder er Musik hört, so ist es dir erlaubt den Sklaven zurückzugeben und dein Geld zurück zu verlangen.“ Er sagt normalerweise darf man, wenn man einen Sklaven freigekauft hat, sein Geld nicht zurückbekommen, aber in dem Fall ist es erlaubt.

Auch Ahmad ibn Hanbal hatte eine ähnliche Meinung. Abdullah, sein Sohn fragte ihn: „Vater, was ist deine Meinung über Musik?“ Er antwortete: „Unsere Meinung über Musik ist, dass Musik Heuchelei im Menschen verursacht.“ Das werden wir gleich noch untersuchen. Auf jeden Fall überrascht es mich jedes mal aufs Neue, wenn ich lese, dass Imam al-Buchari einige Überlieferungen erwähnt, in der es um die Meinung des Propheten über Musik geht. Wenn man einige seiner Worte anhört, die er sagt oder dem Propheten zu schreibt, so erniedrigt er die Moral des Propheten auf eine Stufe, die unbeschreiblich ist. Wenn man liest, was er RasulAllah zu schreibt, so fragt man sich ob der Prophet gesandt wurde, um den Achlaq zu verbessern oder ihn zu verschlechtern. Wir die Anhänger von der Ahl-ul-Bayt glauben daran, dass der Prophet gesandt wurde um die Moral der Menschen zu verbessern, aber geht und lest mal in Buchari oder Sunan al-Bayqahi oder Imam ibn Maja nach und schaut, was sie über die Musik gemäß der Meinung des Propheten sagen.

Buchari hat eine Überlieferung, die von Aischa überliefert wird. Sie sagt: „Als wir in Minna waren, war es während der Zeit des Eid. Und während dieser Zeit gab es zwei Sänger und Tänzer, die wir in unserem Zelt hatten, ich und Rasul Allah.“ Und sie sagt, dass Rasul Allah diesen Gesang genossen hat. Und dann sagt sie: „Mein Vater Abu Bakr ist dann eingetreten. Und als er eintrat sagte er: Wie kannst du dir diesen satanischen Gesang anhören? Wie kannst du es erlauben, dass diese Sänger da sind? Und dann sagte Rasul Allah: Es ist die Zeit des Eid, Abu Bakr, bitte erlaube dass die Musik weiter gespielt wird.“

Es ist wirklich schwierig, wenn man solche Überlieferungen liest. Was soll man dazu nur sagen? Es gibt eine weitere Überlieferung von Aischa, dass sie eine Heirat zwischen einer Sklavin und einem Mann der Ansar vereinbart hatte. Und so kam Rasul Allah und wollte teilnehmen. So fragte er: Hast du die Braut vorgeschickt, Aischa? So sagte sie: Ja, das haben wir. Er fragte: Hast du einen Sänger mitgeschickt? Sie sagte: Nein, das habe ich nicht. Er sagte: O Aischa, weißt du nicht, dass die Ansar Gesang mögen? Du hättest einen Sänger mit ihr schicken müssen.

Eine weitere Überlieferung: Es wird überliefert, dass der Prophet eines Tages von einer Schlacht zurück kam und so traf er auf dem Weg eine Frau die sagte: O Prophet, ich habe einen Schwur abgelegt, dass wenn du heil von der Schlacht zurückkommst, ich für dich singen werde. Daraufhin sagte der Prophet: Bismillah, sing! Und so begann sie zu singen und zu singen und so trat Abu Bakr ein, aber es hat sie nicht interessiert. Und dann trat Umar ibn Chattab ein und als sie ihn sah bekam sie Angst und zerstörte ihre Instrumente und so sagte Rasul Allah (ص): O Umar, selbst der Schaytan hat Angst vor dir!

Wenn man solche Überlieferungen liest, dann ist man wirklich erstaunt. Wenn Abu Hanifa und Malik ibn Anas so streng waren, was die Musik betrifft, wie kann es dann sein, dass Buchari solche Überlieferungen zulässt? Würde Rasul Allah die Musik an keinem anderen Tag außer am Eid erlauben? Es ist so, als würde der Prophet sagen: Alkohol ist das ganze Jahr über verboten außer am Eid. Das ist der Grund, weshalb wir über unsere Bücher sagen, dass nicht jeder einzelne Hadith darin sahih ist. Wenn es einen Hadith gibt, der den Propheten beleidigt oder dem Quran widerspricht, dann sehen wir ihn nicht als sahih an. Aber wenn du deine Bücher sahih nennst, dann bedeutet es, dass jedes einzelne Wort in diesen Bücher angenommen wird. Wenn man solche Ahadith sieht, so ist das eine Schande für die Schule der Ahl-ul-Bayt. Dass Abu Bakr und Umar reinkommen und den Propheten korrigieren, bei einer Sache die er selbst nicht weiß.

Der zweite Punkt ist also, dass alle islamischen Rechtsschulen sich einig darüber sind, dass Musik haram ist. Allerdings muss man bei solchen Überlieferungen, die ihren Weg in unsere Bücher gefunden haben sehr vorsichtig sein!

Viertens: Was sagt der Quran über die Musik und welche Verse beziehen sich darauf? und Fünftens: Was sagen uns die Überlieferungen über die Meinung der Ahl-ul-Bayt (ع) über die Musik?

Nun kommen wir zum Punkt, was der Quran über die Musik sagt. Erlaubt der Quran die Musik oder nicht? Und wenn nicht, wo sagt er, dass die Musik haram ist?

Erfolg fürwahr krönt die Gläubigen, Die sich demütigen in ihren Gebeten, Und die sich fernhalten von leerem Gerede. (23:1-3)
(Wa Al-Ladhīna Hum `Ani
Al-Laghwi Mu`riđūna )

Der sechste Imam (ع) wurde über diesen Vers befragt. Er wurde gefragt, was Allah (swt) damit meint, wenn er sagt „Wal-ladhina hum ‚anil laghwi mu’ridun“. Er antwortete: „Al-Laghwi (leeres Gerede) bezieht sich auf die Wörter der Sänger. Wenn Allah sagt „Erfolg fürwahr krönt die Gläubigen“ so sind jene, die sich von leerem Gerede fernhalten, jene die sich fernhalten von den Worten der Sänger.“

Wieso? Wir erkennen, dass wenn der Imam sagt ihre Worte sind leeres Gerede, ihre Songtexte den religiösen Lehren widersprechen. Zum Beispiel singt Madonna in einem ihrer bekannten Lieder „Tell me love isn’t true, it’s just something that you do.“ – „Sag mir, Liebe gibt es nicht, es wäre nur etwas, das wir tun“ Das widerspricht offen dem islamischen Glauben, der sagt, dass die Liebe ein Akt zwischen Ehemann und Ehefrau ist. Liebe ist etwas das existiert, Liebe führt zur Menschlichkeit im Menschen und es bringt Frieden zwischen den Menschen. Wenn unsere Töchter und Söhne sich dann so etwas anhören, so ist es das, worauf sich der Imam bezieht und das ist mit diesem leeren Gerede gemeint.

Meidet darum den Gräuel der Götzen und meidet das Wort der Lüge. (22:30)
(
Fājtanibū Ar-Rijsa Mina Al-‚Awthāni Wa Ajtanibū Qawla Az-Zūri)

Qawl az-Zur“ bedeutet im Arabischen: Wörter, die der Realität widersprechen. Der Imam sagt, dass die Wörter der Sänger, Wörter sind, die der Realität widersprechen. „Qawl az-Zur“ bedeutet, dass die Worte und das Leben eines Sängers der Realität widersprechen. Damit ist die Realität gemeint, die vom Islam vorgegeben wird. Wenn man sich das Leben der Musiker anschaut, das sie vorleben, wenn man sich nur ihre Videos anschaut, so sieht man, dass es dem Leben widerspricht, wie es von der Ahl-ul-Bayt vorgegeben und vorgelebt wird. Zum Beispiel haben Justin Timberlake und 50 Cent ein Musikvideo zusammengedreht und in diesem Video widersprechen sowohl die Worte als auch die Taten, dem was von der Ahl-ul-Bayt vorgegeben wird. Wenn man fast nackte Frauen sieht und wie sie tanzen usw. so widerspricht es dem, was die Ahl-ul-Bayt vorgibt. Doch trotzdem sieht man auf vielen Seiten wie Myspace, Facebook usw. immer wieder bei den Profilen der Muslime stehen: Lieblingsbuch: Nahj-ul-Balagha, Lieblingssänger: Justin Timberlake. Wie passen Justin Timberlake und Nahj-ul-Balagha zusammen?

Wenn der Quran sagt „meidet das Wort der Lüge“ so meint er damit, dass die Musiker dem, was von der Ahl-ul-Bayt und dem Quran vorgegeben wird, widersprechen. Die Realität ihres Lebens ist nicht gleich der Realität, wie wir leben wollen. Wenn Videos gezeigt werden von diesen Musikern auf denen halbnackte Frauen zu sehen sind, so widerspricht das der Realität, die Rasul Allah vorgegeben hat.

Sure 25, Vers 72

Und diejenigen, die nichts Falsches bezeugen, und die, wenn sie unterwegs leeres Gerede hören, mit Würde (daran) vorbeigehen. (25:72)
(Wa Al-Ladhīna Lā Yash/hadūna Az-Zūra Wa ‚Idhā Marrū Bil-Laghwi Marrū Kirāmāan)

Der Imam sagt, dass damit die Leute gemeint sind, die an Musik vorbeilaufen. Der Imam sagt, unsere Anhänger, wenn sie an falschen Worten und leerem Gerede vorbei laufen, so hören sie sich das nicht an, sie laufen mit Würde daran vorbei. Wenn sie an Musik vorbeilaufen, so halten sie nicht an, sie gehen nicht zu den Konzerten, sie sitzen nicht in Musikveranstaltungen, sie laufen mit Würde vorbei. Es gibt eine sehr schöne Geschichte über unseren siebten Imam, Imam Musa al-Kadhim (ع), die wir alle kennen sollten. Der Imam lief einmal an einem Haus vorbei, und das ist eine Nachricht an alle die Musik zu Hause hören oder eine Musik CD besitzen oder eine Kassette. Der Imam lief an dem Haus vorbei und es wurde in diesem Haus Musik abgespielt. Der Imam sah, dass eine Frau, sie schien ein Dienstmädchen zu sein draußen stand und vor dem Haus sauber gemacht hat. Der Imam schaute sie an und fragte sie: „Darf ich dir eine Frage stellen? Ist der Besitzer dieses Hauses ein freier Mann oder ein Sklave?“ Sie sagte: „Er ist ein freier Mann.“ Er antwortete:Das hätte ich mir denken können. Denn eine Person, die ein Sklave ist, würde Allah (swt) damit beleidigen.“

Als sie zurück ins Haus ging, fragte sie der Besitzer weshalb sie solange gebraucht hat. Der Besitzer des Hauses hieß Bishr al-Hafi (der Barfüßige), weshalb er so hieß erfahrt ihr gleich. Auf jeden Fall sagte sie, sie habe diesen Mann getroffen. Er fragte: „Was hat er gesagt?“ Sie sagte: „Er fragte mich ob der Hausbesitzer ein freier Mann oder ein Sklave ist.“ Er fragte sie: „Was hast du ihm gesagt?“ Sie sagte: „Ich sagte zu ihm, er ist natürlich ein freier Mann.“ Er fragte: „Und dann, was hat er gesagt?“ Sie sagte: „Er sagte, er weiß, dass er ein freier Mann ist, denn wenn er ein Sklave wäre, so würde er Allah (swt) beleidigen.“ Er fragte: „Kann ich dir eine Frage stellen. Wie sah er aus?“ Sie sagte: „Er war so und so groß und er hatte solch ein Gesicht…“ und hat begonnen ihn zu beschreiben. Er sagte: „Das war sicherlich Musa al-Kadhim.“ Er verließ das Haus barfuß, er hat nicht einmal seine Schuhe angezogen und ran durch die Straßen Bagdads und suchte seinen Imam. Als er ihn schließlich fand, warf er sich nieder und sagte: „Ich weine aus Reue. Jetzt weiß ich, wie du über solche denkst, die Musik in ihren Häusern hören. Ich wollte immer zu deinen Anhängern gehören. Wie konnte ich nur Musik hören, während mein Herr mich Tag und Nacht sieht. O Imam, vergebe mir.“ Er sagte: „Wenn du aufrichtig bist mit deiner Reue, so wird dir Allah (swt) vergeben.“ Dieser Mann hat nie wieder Schuhe getragen, wenn er durch Bagdad lief, weil er sagte: „Mir wurde von Musa al-Kadhim vergeben, während ich barfüßig war und daher möchte ich nie wieder Schuhe tragen, damit ich mein Verhalten gegenüber Musa al-Kadhim in Erinnerung bleibt.“

„Und diejenigen, die nichts Falsches bezeugen“ bedeutet, dass sie keine Musik hören, noch zu deren Veranstaltungen gehen und „wenn sie unterwegs leeres Gerede hören, mit Würde (daran) vorbeigehen“ bedeutet, dass wenn sie entlang laufen, mit Würde vorbeilaufen.

Und unter den Menschen gibt es solche, die leeres Gerede vorziehen, um (Menschen) ohne Wissen von Allahs Weg hinweg in die Irre zu führen, und um damit Spott zu treiben. Solchen (Menschen) harrt eine schmähliche Strafe. (31:6)
(Wa Mina An-Nāsi Man Yashtarī
Lahwa Al-Ĥadīthi Liyuđilla `An Sabīli Al-Lahi Bighayri `Ilmin Wa Yattakhidhahā Huzuwan ‚Ūla’ika Lahum `Adhābun Muhīnun)


Der Imam wurde gefragt, wer mit diesem Vers gemeint ist und er sagte, dass dieser Vers auf drei Arten von Menschen zutrifft. Zum einen auf die, welche dasitzen und sich schlechte Gedichte anhören, denn es gibt manche Gedichte, die sehr erotisch sein können. Die zweite Gruppe sind die, welche sich falsche Legenden der Geschichte anhören, falsche Mythen usw. Und die dritte Gruppe sind jene, welche sich die Worte der Sänger anhören. Dieser Vers bezieht sich auf diese alle. Dass sie die Musik verehren und sich die Sänger als Vorbilder nehmen und so sagt der Imam, dass für diese eine schwere Strafe am Tag des jüngsten Gerichts vorgesehen ist.

Und ihr lacht; aber Weinen tut ihr nicht? Und wollt ihr achtlos bleiben? (53:60-61)
(Wa Tađĥakūna Wa Lā Tabkūna, Wa ‚Antum Sāmidūna )

Schaut euch an, wie viele Verse die Musik ansprechen. Der Imam wurde gefragt, wer ist in dem Vers gemeint? Er sagte damit sind jene Leute gemeint die Musik spielen, um die anderen Leute vom Anhören des Qurans abzulenken. Es gibt eine Überlieferung von unserem sechsten Imam. Einmal kam ein Mann zu unserem Imam in der Nacht und sagte ihm, dass er letzte Nacht zu ihm kommen wollte, aber er ist nicht mehr gegangen, weil er dachte, dass er schläft oder beschäftigt sei und aus dem Grund ist er zu dem Haus von so und so gegangen. Der Imam fragte: „Zu welchem Haus bist du gegangen?“ Er sagte: „Zu dem Haus von so und so.“ Der Imam fragte: „Wieso bist du zu diesem Haus gegangen?“ Er fragte: „Wieso, oh Imam?“ Er sagte: „Weißt du nicht, wer diese Person ist? Dieser Mann spielt Musik in seinem Haus ab und hört sich Musik an. Wie könntest du in diesem Haus geschützt sein?“ Er fragte: „Wieso, o Imam?“ Er sagte: „Weißt du nicht, dass ein Haus in dem Musik abgespielt wird: 1.) nicht geschützt ist vor einer plötzlichen Katastrophe, 2.) die Engel dieses Haus nicht besuchen, 3.) der Dua der Mitglieder dieses Hauses nicht von Allah erhört wird?“

Wenn deine Tochter einen Mp3 Player bei sich zu Hause hat, dann wunder dich nicht, wenn eine plötzliche Katastrophe eintritt. Dein Haus ist nicht geschützt.

Das ist der Grund, weshalb eine andere Gruppe von Leuten zu unserem achten Imam kam. Sie sagten:
Ma’mun hat ein Gerücht über dich verbreitet.“ Er fragte: „Was ist das für ein Gerücht?“ Er sagte: „Das Gerücht ist, dass du sagst, dass Musik nicht haram sei.“ Er fragte: „Wie kommt er darauf?“ Er sagte: „Ma’mun sagte: Der Imam sagte nicht, dass Musik haram sei, daher ist es nicht haram.“ Der Imam sagte: „Es ist wahr, ich habe nie gesagt, dass Musik haram ist. Aber der Grund ist, weil ich die Antwort auf eine andere Art und Weise gegeben habe. Einst kam jemand zu mir und fragte mich: O Imam ist Musik haram oder nicht? Ich habe ihm nicht direkt geantwortet, ich habe ihn darüber nachdenken lassen. Ich sagte ihm: wenn ich auf die eine Seite die Wahrheit und auf die andere die Falschheit stelle, wo würdest du die Musik auf welche Seite hinmachen? Und er hat geantwortet: ich würde die Musik auf die Seite der Falschheit hinmachen. Und so hat er sich selbst geantwortet.“

Wenn man sich selbst die Musiker anschaut, kann man die Frage von alleine beantworten. Wenn man den einen Sänger mit Ohrring sieht und den anderen mit Tattoo und den dritten mit Hosen die herunterhängen, so dass man die Unterwäsche sieht und ein anderer so viel Gold trägt, wie ein Mensch nicht mal an Wissen besitzen kann und ein anderer mit nicht-Mahram Frauenhe rumsitzt und tanzt und andere mit Drogen und Alkohol zu tun haben. So ist die Antwort doch ganz einfach. Stell auf die eine Seite die Wahrheit und auf die andere Seite die Falschheit hin und entscheide dann, wo Musik hingehört.

Das ist der Grund wieso der Imam sagte: „Die Musik ist einer der Ursachen der Heuchelei.“ Wisst ihr warum? Weil es manche gibt, die Musik anhören und zur Ziyara nach Karbala gehen. Er hat Musik in seinem Auto und in seinem Computer und wenn er nach Karbala geht sagt er: As salamu aleika ya Aba Abdillah!!! Er lässt seine Kinder Musik hören und schickt sie dann zur Ziyara von Sayyida Zeinab. MashaAllah! Versteht ihr jetzt weshalb der Imam sagte, dass Musik Heuchelei verursacht? Im Haus hört er und erlaubt das Hören von Musik und dann geht er zu Sayyida Zeinab und sagt: As-salamu aleiki ya Sayyida Zeinab!

Sechstens: Wie war der Lebensstil der Leute am 10. Muharram und jener die im Palast in Damaskus saßen?

Wenn man nur daran denkt, was mit Sayyida Zeinab (ع) am 10. Muharram geschah und was der Mörder ihres Bruders in seinem Palast tat, so wird man wissen, ob Musik im Islam erlaubt ist oder nicht. Denn am 10. Muharram war ihr Bruder in der Niederwerfung und dankte Allah (swt). während seine Killer mit den Tänzern und den Sängern zusammen saßen. Und die Leute fragen sich: wo wären wir wohl am 10. Muharram gewesen. Wenn du wissen willst, wo du am 10. Muharram gewesen wärst, dann betrachte deine Beziehung zur Musik. Der Imam hat Allah im Sujud gedankt, hat dein Imam etwa genau so Musik gehört, wie du es tust? Es waren seine Mörder, welche Musik hörten und in der Welt der Musik vertieft waren. Und das war der Grund, weshalb seine Mörder die Töchter von Imam Hussein (ع) verkettet haben und die Schwestern von Imam Hussein (ع) verkettet haben, und sie mit sich gezogen haben, bis sie den Palast von Yazid erreicht haben. Während sie in den Palast schon Shaam eintraten, waren die Musiker überall verteilt und haben gesungen und er hatte Tänzer, die für ihn tanzten.

Und er war zu der Zeit verheiratet mit einer Frau namens Hind. Hind war mit dabei im Palast. Plötzlich kam ein Gesandter zu ihr und sagte ihr, sie solle sich gut kleiden, da eine Karawane aus Karbala kommt und diese Karawane ursprünglich aus Medina kommt. Sie sagte: Willkommen, seien die Leute aus Medina! Denn Hind war eine Dienerin von Imam Ali (ع) und so sah sie, wie die Söhne Imam Alis herangewachsen sind. Sie sah wie Abbas herangewachsen ist und sie sah Sayyida Zeinab (ع) heranwachsen. Und daher hatte sie immer eine enge Bindung zu den Leuten aus Medina. Sie sagte: Willkommen, seien die Leute aus Medina! Sie zog sich um und machte sich schick und kam heraus. Als sie herauskam, sah sie diese Gefangenen aus Medina. Als Sayyida Zeinab (ع) sie sah, kamen Tränen aus den Augen von Sayyida Zeinab! Sayyida Zeinab sagte zu Umm Kulthum: „Umm Kulthum erinnerst du dich an diese Frau oder nicht?!“ Umm Kulthum sagte: „Nein ich erinnere mich nicht an sie, wer ist sie?“ Sayyida Zeinab sagte: „Erinnerst du dich nicht an Hind, die bei uns aufgewachsen ist? Jetzt ist sie hier in diesem Palast!“ Hind hat sie jedoch nicht erkannt. Wie soll man auch Frauen erkennen deren Gesichter sich durch die Katastrophen derart verändert haben? Deren Gesichter sich änderten, als sie die Köpfe ihrer Brüder in Karbala aufgespießt gesehen haben?

Hind ist vor zu ihnen gegangen und fragte: „Oh Karawan, woher kommst du genau?“ Sayyida Zeinab sagte: „Wir sind alle aus Medina gekommen.“ Hind sagte: „Willkommen, seien die Leute aus Medina!“ Sayyida Zeinab fragte: „Kennst du irgendwen aus Medina?“ Hind sagte: „Ja, ich bin aufgewachsen in einer Familie aus Medina.“ Sayyida Zeinab fragte: „Aus welcher Familie?“ Sie sagte: „Ich bin aufgewachsen im Haus von Ali ibn Abi Taleb.“ Sayyida Zeinab fragte sie: „Wen kennst du aus dem Haus von Ali ibn Abi Taleb?“ Sie sagte: „Ich sah den jungen Mann Abbas in seinem Hause aufwachsen und ich sah Sayyida Zeinab in diesem Haus aufwachsen. Ich sah Umm Kulthum in diesem Haus aufwachsen und ich sah Aba Abdillah in diesem Haus aufwachsen.“ Sie fragte: „Aber wer bist du? Wie heißt du? Kannst du mir etwas erzählen über diese Namen, die ich erwähnt habe?“

Sayyida Zeinab (ع) sagte: „Wenn du über Abal Fadl al Abbas fragst, so haben sie die Hände von Abal Fadhl al-Abbas abgehackt in Karbala!“ Hind begann zu weinen. Sie sagte: „Erzähl mir über Aba Abdillah!“ Sayyida Zeinab (ع) sagte: „Wenn du etwas über Aba Abdillah wissen willst, siehst du diesen Sperr?“ Es gab einen Sperr, auf dem die Köpfe aufgespießt waren. Hind sagte „Ja, ich kann den Sperr sehn.“ Sayyida Zeinab (ع) sagte: „Das ist der Kopf von Aba Abdillah“ Sie fragte: „Kannst du mir etwas über Sayyida Zeinab erzählen? Wo ist sie? Wo ist meine Gebieterin? Ich möchte sie sehen“ Sayyida Zeinab sagte: „Ich bin deine Gebieterin aus Karbala“ Als sie Sayyida Zeinab sah, ran sie zu Yazid, sie nahm ihr Kopftuch ab während sie lief. Yazid sagte: „Wie kannst du es wagen ohne Kopftuch hier her zukommen.“ Sie sagte: „Du sprichst über mein Kopftuch, während du den Töchtern von Imam Ali die Kopftücher abgenommen hast?“

Anmerkung: Die Analyse handelt über die Art von Musik, welche verboten wurde. Um erlaubte von verbotener Musik unterscheiden zu können, sollten die jeweiligen Rechtsgutachten der Rechtsgelehrte beachtet werden.

___________________
übersetzt von Maher el Ali
Quelle: www.madressa.net

Weitere interessante Artikel...