Jugendliche seid achtsam vor den Einflüsterungen!

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Die Einflüsterungen (waswas) des Teufels um vom rechten Pfad ab zubringen und die Mittel diese zu bekämpfen

Gepriesen sei der Herr der Welten, der Schöpfer des Universums und der Frieden und der Segen Allahs auf den Propheten Muhammad, seiner Ahl ulBayt und den sündlosen und reinen Imamen.

Der Satan flüsterte ihm jedoch Böses ein, er sagte: „Adam! Soll ich dich zum Baum der Ewigkeit führen, der einem Ewigkeit und ein unvergängliches Reich gewährt?“ (15:20)

Der Teufel von welchem uns der Koran ermahnt, verwendet viele, verschiedene Mittel um sein Ziel zu erreichen. Sein Ziel ist es nämlich dich von dem Glauben an Allah (swt) und vom Gottesdienst weg zulocken. Der edle Koran berichtet von Adam (ع) und seiner Frau. (2:29-39)

Der Teufel erschien ihnen als Schlange, die eine der schönsten Häute bzw. Verkleidungen in der Tierwelt besitzt. Er erschien ihnen mit glänzender Schönheit und Verlockung, um sie zum Sündigen zu führen.

Auch Ibrahim (Abraham) (ع) hatte eine Begegnung mit dem Teufel, als Allah (swt) ihm befahl seinen Sohn Ismail (ع) zu opfern. In beispielhafter und großartiger Weise wird durch diese Geschichte gezeigt, wie Vater und Sohn dem Teufel gar keine einzige Gelegenheit geben, sie zu verlocken und von den Befehlen Allahs (swt) abzubringen. Ibrahim (ع) verjagte ihn regelrecht mit Steinen (die Geschichte ist bekannt!) und Ismail (ع) sagte in seinen testamentarischen Worten an seinen Vater gerichtet: „Schleife  das Messer so scharf, damit du keine Sekunde länger den Befehl Allahs verzögerst. Lege meinen Körper, mit dem Kopf zum Boden gerichtet in deine Arme, damit deine väterlichen Gefühle nicht geweckt werden und der Teufel dich nicht daran hindert den Befehl Allahs auszuführen“.

„Und (gedenke der Zeit) da Wir zu den Engeln sprachen: „Bezeuget Adam Ehrerbietung“, und sie bezeugten Ehrerbietung. Nur Iblis nicht. Er war einer der Dschinn, so war er ungehorsam gegen den Befehl seines Herrn. Wollt ihr nun ihn und seine Nachkommenschaft zu Freunden nehmen statt Mich, und sie sind eure Feinde? Schlimm ist der Eintausch für die Frevler.“ (11:18)

Von Ismail (ع) dem großartigen und tiefgläubigen Sohn Ibrahims (ع) kommen wir nun zu den muslimischen Jugendlichen. Wie können wir Jugendliche von den rechtschaffenen Dienern Allahs, Ismail (ع), Josef (ع) (Sure Jussef) und den großartigen und unzähligen rechtschaffenen Söhnen der Propheten (ع) und der reinen und fehlerlosen Imame (ع), lernen? Wie können wir gegen die Einflüsterungen des Teufels vorgehen? Was sind die Ziele des Teufels? All dies wird – so Allah will- im folgenden Artikel vereinfacht, erläutert und dargestellt.

Das Ziel des Teufels ist u.a. dich mit allen, ihm zur Verfügung stehenden Mitteln in die Tiefen Dschahanams (Hölle) zu führen. Bist du jedoch nicht so sündhaft, so wünscht er sich das Herz Dschahanams für dich. Bist du auch nicht so frevelhaft, so möchte er, dass du in die Hölle kommst. Solltest nun auch besser sein und gute Taten vor zeigen können, so möchte er mit allen Mitteln verhindern, dass du ins Paradies kommst. In diesem Fall, stehst du zwischen Paradies und Hölle. Kannst du gute Taten vorweisen, so möchte er nicht, dass du ins Firdaus (näheste Haus zu Allah, den Erhabenen) gelangst. In allen Dingen möchte er dir nur Schlechtes und sei es auch nur so klein und nichtig wie ein Staubkorn. Schau was und wie er sein Ziel bei dir zu erreichen versucht!

  1. Er wird dir zunächst einflüstern: „Leugne Allah, den Glauben an Ihn und die Begegnung mit Ihm“. Hat er schon bei seinem ersten Schritt sein Ziel bei dir erreicht, so erfriert sein Feindes-Feuer dir gegenüber, und der Teufel hat seine Ruhe. Ich bin jedoch überzeugt, dass er dieses Ziel nicht erreichen wird, denn der Glaube fließt in unseren Nerven und Adern. Der Teufel wird mit dir zu Schritt zwei übergehen.
  2. Hier wird dir der Teufel folgendes sagen: „Begehe schirk! Also geselle Gott jemanden bei.“ Du kannst dieses umgehen, in dem du auf die fünf Pflichtgebete achtest und die Umsetzung der Sunna des Propheten (ص). Das Achten auf die fünf Pflichtgebete ist ein Beweis, dass du nach Gottes Zufriedenheit strebst und die Umsetzung der Sunna ist ein Beweis für deinen Gehorsam gegenüber Allah. Erkennt der Teufel dies, geht er mit dir zu Schritt drei über.
  3. Nun wird er dir einflüstern: „Begehe die großen Sünden“. Zum Beispiel: Verrichte nicht das Pflichtgebet! Begehe Zina! Trinke Alkohol, etc.. Dies kannst du bekämpfen, in dem du dich von jedem Ort oder jeden Freund fernhältst, der dich zu diesen verwehrten Dingen führt. Ferner solltest du schnellst möglich derartige Taten (falls große Sünden vorhanden) vor Allah bereuen.
  4. Bei diesem Schritt wird er dir die kleinen Sünden reizend machen und dir einflüstern: „Da du keine großen Sünden begehst, bist du 1000 mal besser als andere Jugendliche, denn Allah ist der Vergebende, der Barmherzige. Es ist also nicht weiter schlimm, wenn du kleine Sünden begehst“. So wird derjenige, der die großen Sünden begeht, der fürchtige und reuende in einem besseren Zustand sein, als du es bist. Denn das Wiederholen kleiner Sünden macht es zur großen Sünde. Du kannst dich vor diesem Schritt bewahren, in dem du viel Istighfaar (um Vergebung bitten) machst und gute Taten vollbringst.
  5. Nun wird er versuchen deine Zeit mit Nichtigkeiten zu füllen, da er erkannt hat, dass du keine Sünden begehst fürchtet er sich, dass du deine Zeit mit guten Taten und Gehorsam verbringst.

Du kannst diesen Schritt umgehen, in dem du dir den Wert der Zeit bewusst machst und diese auch schätzt.

  1. Er wird dich mit den weniger signifikanten Dingen im Islam beschäftigen, so dass du dich kaum oder gar nicht mit den wichtigen bzw. wichtigsten Dingen im Islam beschäftigst. Der Islam basiert auf Stufen. Hierzu sagte der Prophet (ص)“: Der Iman (Glaube) hat 61 Zweige: Die höchste ist: La ilaha ila Allah (Es gibt keine Gottheit außer Allah) zu sagen, und das nichtigste ist etwas Hinderndes vom Weg zu entfernen“.

الإيمانُ بضع وستون شعبة: أعلاها قول لا اله إلا الله، وأدناها إماطة الأذى عن الطريق“

So wird dich der Teufel mit dem Nichtigen beschäftigen und macht es zu deiner zentralen Tätigkeit. Du kannst dich davor bewahren, in dem du dich mit den wichtigsten Dingen im Islam beschäftigst und das Wichtigste schätzen lernst. Um dieses heraus zu finden kannst du Gelehrte fragen und Bücher mit dieser Thematik studieren bzw. lesen.

  1. Hier bleibt ihm nur noch eine Möglichkeit übrig. Nun wird er die Menschen auf dich und deiner Religiosität richten durch folgende Mittel: Die Menschen, deine Umgebung und oft sogar die nahesten Menschen zu dir, werden deine Frömmigkeit kritisieren, sich lustig machen und womöglich dich daran hindern deinen Glauben in vollen Zügen zu praktizieren.

Von dieser Einflüsterung kannst du dich nur schützen, in dem du Stolz für deinen Glauben empfindest und dich nicht schämst. Du solltest deinen Glauben, deine Religiosität und deine Frömmigkeit auch nicht als Erschwernis betrachten, in welcher Situation es auch sein mag, empfinde Stolz für diesen Glauben.

„(Dies ist) ein zu dir hinabgesandtes Buch; du sollst seinetwegen nicht bedrückt sein; und du sollst damit warnen; und es soll eine Ermahnung für die Gläubigen sein.“(7:2)

كِتَابٌ أُنزِلَ إِلَيْكَ فَلاَ يَكُن فِي صَدْرِكَ حَرَجٌ مِّنْهُ لِتُنذِرَ بِهِ وَذِكْرَى لِلْمُؤْمِنِينَ

Frage dich nun selbst. Bei welchem Schritt hat der Teufel bei dir sein Ziel erreicht? Ist es zum Beispiel Schritt 3, dann hat er sein Ziel schnell erreicht. Musste er mit dir bis zum 5., 6. , oder 7. Schritt gehen, so bist du jemand mit 3aqida und Zielstrebigkeit. Dieses tägliche Programm wird dir nun – vereinfacht – dargelegt, damit du strukturiert und diszipliniert deine verschiedenen Tätigkeiten profaner oder religiöser Art ausführen kannst. Er hat schon vielen Jugendlichen geholfen ihren Alltag umzustrukturieren. Der Plan soll dir nur als roter Faden dienen, um deine gesellschaftlichen, religiösen, individuellen etc. Pflichten nachgehen kannst, ohne das eine oder andere zu vernachlässigen.

  1. Das Verrichten des Morgengebets zur verlangten Zeit und das Lesen der Du3as (Bittgebete) und das Rezitieren von Adhkar (Gedenken/Dhikr).

Danach kannst du z.B. wieder schlafen und pünktlich zur Arbeit oder zur Schule  gehen. Solltest du Ferien bzw. Frei haben, so versuche dich weiterzubilden, denn die Zeit zwischen 9.00 – 14.00 Uhr wird international als die Zeit der „Produktion“ angesehen. Versuche dich ebenfalls in dieser Zeit an produktiven Tätigkeiten zu beteiligen. Doch verschlafe diese Zeit nicht, noch verschwende sie mit Nichtigkeiten! Das Mädchen bzw. die junge Frau z.B., welches weder arbeitet noch in schulischer Ausbildung ist, sollte versuchen sich in versch. modernen Technologien wie z.B. PC, Internet etc. und diversen Haushaltspflichten einzuarbeiten, also insgesamt soll sie sich auch am Streben nach Wissen beteiligen. Das Gleiche gilt natürlich auch für den arbeitslosen und nicht in schulischer Ausbildung befindenden jungen Mann.

  1. Nach dem Dhuhr (und Assr)  – Gebet versuche eine dir adäquate Sportart zu tätigen. Achte also auf deine körperliche Fitness, dies tat auch der Prophet (ص). Er wanderte auf Bergen, nahm an Kriegen teil und legte weite Strecken zu Fuß zurück, obwohl er schon ein hohes Alter erreicht hatte.

Viele unserer heutigen Jugendliche geht schon nach einigen Metern die Luft aus. Viele sind der Tätigkeit nicht mehr gewachsen, sprich sie sind zu faul geworden.

Die Faulheit erschwert den Gottesdienst und beeinflusst diesen negativ. Beginne also deine Kondition, Stärke und Fitness durch eine angemessene Sportart wieder herzustellen.

  1. Nach dem Ischaa – Gebet, versuche etwas für deine Religion zu tun. Gottesdienste wie Fasten, Gebet etc. sind für dich selbst, doch am Tage der Auferstehung wirst du ebenfalls gefragt werden, was du denn für deinen Glauben getan hast, seine Verbreitung und das Hochhalten und Bewahren der edlen Flagge des Islam. Du wirst den reinen und opferbereiten Gefährten, der Propheten (ع), der Imame (ع) begegnen, deren Körper auf dem Wege Allahs zerstückelt wurden, um diesen Glauben zu bewahren,  zu verteidigen und zu der Religion einzuladen. Und du – mein lieber Bruder/meine liebe Schwester – und ich sind ebenfalls Anhänger dieser Religion und derselben Umma (Gemeinschaft). Versuchen wir also einen Weg zu finden, wie wir unsere Kräfte und Talente entsprechend, dieser ehrwürdigen Religion und edlen Sunna, zu dienen. So Allah will, wird uns bei einer reinen Ansicht, viele Wege geöffnet werden den Islam zu dienen. In dieser verbleibenden Zeit kannst du z.B. auch Zeit mit deiner Familie verbringen und etwas mit deinen Freunden unternehmen, wobei du diese Dinge natürlich auch auf den Nachmittag verlegen bzw. aufteilen kannst, dies bleibt dir und deiner Zeit überlassen. Zum Abschluss deines Tages suche dir ein nützliches und sinnvolles Buch, um es vor dem Schlafen gehen zu lesen. Und schließlich, verrichte das empfohlene Nachtgebet (Salat al Layl – Tahajud fil Layl)!

Beten wir zu unseren allmächtigen und barmherzigen Schöpfer, dass Er uns von den Einflüsterungen des Teufels bewahrt und schützt. Möge der Barmherzige uns von edlen Gläubigen, den Bewahrern des Koran (und der Sunna) und der Gefährten der Nacht (Verrichter des Salat ulLayl) machen.

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Der Artikel weicht leicht vom Original (http://www.abrar.org.uk/alabrar/) ab.

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